MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Top 10 der größten Dramen in Le Mans - Platz 2 Pierre Levegh (Talbot-Lago T26 GS Spyder) bei den 24h Le Mans 1952
Motorsport Images

Top 10 der größten Dramen in Le Mans - Platz 2: Pierre Levegh 1952

100 Jahre 24 Stunden von Le Mans, 10 Dramen - Herzzerreißende Geschichten vom Circuit de la Sarthe - Heute: Der Lokalmatador scheitert in der letzten Runde

Wenn es in der Geschichte der 24 Stunden von Le Mans eine heldenhafte Solofahrt gab, die unbelohnt geblieben ist, dann war es diese. Der Franzose Pierre Levegh (bürgerlicher Name: Pierre Bouillin) ist in der Historie des 24-Stunden-Klassikers eine der tragischsten Figuren überhaupt.

Heute ist die Leistung, die Levegh im Jahr 1952 am Steuer seines eigenen Talbot-Lago ablieferte, legendär. Gegen mehrere Werksautos von Ferrari, Jaguar und Mercedes fuhr Levegh seinen T26 GS Spyder ohne Fahrerwechsel ins Spitzenfeld. Im von zahlreichen Ausfällen geprägten Rennen lag der Lokalmatador nach vier Stunden an sechster Stelle, nach acht Stunden an zweiter Stelle und bei Halbzeit der Distanz komfortabel in Führung.

Mercedes hielt sich an die strikte Tempovorgabe des Teams. Als andere in Schwierigkeiten gerieten, machten die Silberpfeile Plätze gut, aber Levegh schien unerreichbar. Vier Stunden vor Schluss hatte er vier Runden Vorsprung auf Hermann Lang und Fritz Riess.

Ein umjubelter Heimsieg war für Levegh in Reichweite, aber eine halbe Stunde vor Schluss versagte der 4,5-Liter-Reihensechszylinder seines Talbot-Lago und er fiel aus. Mercedes erbte den ersten und den zweiten Platz.

Von einigen wurde Levegh dafür kritisiert, dass er das Steuer nicht an den genannten zweiten Fahrer, Rene Marchand, übergab. Es wurde vermutet, dass er unter Ermüdungserscheinungen einen Gang verpasst und damit den Motor überdreht hatte. Später stellte sich jedoch heraus, dass Levegh von einem technischen Problem wusste und er versuchte, das Auto mit gedrosseltem Tempo ins Ziel zu bringen.

Mercedes wurde an jenem Rennwochenende in Le Mans auf Levegh aufmerksam. Drei Jahre später, bei den 24 Stunden von Le Mans 1955, kam der Franzose in einem Mercedes 300 SLR zusammen mit mehr als 80 Zuschauern ums Leben. Es war der schlimmste Unfall im Motorsport.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GP von Österreich: Qualifying

Kontroverse Russell-Pole nach Verstappen-Crash

George Russell fährt in letzter Sekunde zur Pole, doch weil aufgrund eines Unfalls von Max Verstappen Gelb war, gibt es Fragezeichen über die Bestzeit

Preining rechnet mit BoP ab

"Bin kurz davor aufzuhören!"

Porsche-Pilot Thomas Preining geht hart mit der BoP ins Gericht und deutet seinen Rücktritt an: Warum ihn sogar die "Köche aus dem Catering" überholen würden

Rallycross Fuglau

Heiße Duelle in Fuglau

Länderspiele beim MTL-Rallycross von Fuglau. Dank dem internationalen Starterfeld gab es Siege für die Österreicher, Ungarn und Tschechen. In der Königsklasse der Supercars sorgte Lokalheld Norman Ganser für die Schlagzeilen des Wochenendes.

Zwei heftige Abflüge von Max Verstappen haben die FIA auf den Plan gerufen - Der Automobilweltverband nimmt die rotierenden Heckflügel ins Visier