MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Top 10 der größten Dramen in Le Mans - Platz 1 Defekt: Kazuki Nakajiima (Toyota TS050 Hybrid) bei den 24h Le Mans 2016
Motorsport Images

Top 10 der größten Dramen in Le Mans - Platz 1: Toyota 2016

100 Jahre 24 Stunden von Le Mans, 10 Dramen - Herzzerreißende Geschichten vom Circuit de la Sarthe - Heute: Toyotas Fluch in seiner schlimmsten Form

Toyotas Pech bei den 24 Stunden von Le Mans war schon seit Jahren legendär, als einer der dramatischsten und unglaublichsten Zieleinläufe der Motorsportgeschichte noch einen drauf setzte.

Die 24 Stunden von Le Mans 2016 waren ein Klassiker der Moderne. Der Toyota TS050 Hybrid mit der Startnummer 5, gefahren von Anthony Davidson, Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima, schien die Konkurrenz von Porsche und Audi bereits geschlagen zu haben.

Im Vergleich zum 919 Hybrid konnte man pro Tankfüllung eine Runde länger fahren. Und als die Temperaturen am Sonntag stiegen, war man schneller. Der Porsche von Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani lag zwar am Sonntagnachmittag noch innerhalb einer Minute zum führenden Toyota. Diesen Rückstand hätte man aber nicht mehr aufgeholt.

Sechs Minuten vor dem Rennende wurde Spitzenreiter Nakajima auf der Mulsanne-Gerade (ehemals Hunaudieres-Gerade) plötzlich langsamer. In einer Zeit, in der man sich an extrem zuverlässige Rennautos längst gewöhnt hatte, schien das, was passierte, einfach nicht möglich. Würde Toyota den sicher geglaubten ersten Le-Mans-Sieg tatsächlich im letzten Moment noch verlieren?

Nakajima kam zwar noch bis zur Start/Ziel-Linie, bevor er direkt vor seinen Ingenieuren an der Boxenmauer stehenblieb. Grund: Eine Verbindung in einem Luftkanal zwischen Turbolader und Ladeluftkühler war gebrochen.

3:21 Minuten vor Schluss zog der Porsche vorbei. Und auch wenn Nakajima den Toyota noch einmal in Bewegung setzen konnte: Die Zeit, die das Auto im Stillstand verbracht hatte, nachdem es die letzte Runde begonnen hatte, bedeutete, dass die maximal erlaubte Zeit von sechs Minuten für die letzte Runde überschritten wurde.

Die 6-Minuten-Regel wurde einst eingeführt, um zu verhindern, dass liegengebliebene Autos, die eine potenzielle Gefahr darstellen, mit Weiterfahrt doch noch versuchen, die Zielflagge zu erreichen.

Mit einer Zeit von 11:53.8 Minuten für die letzte Runde wurde der Toyota nicht gewertet. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass dieses Auto mehr Runden zurückgelegt hatte als der zweitplatzierte Toyota von Mike Conway, Stephane Sarrazin und Kamui Kobayashi.

"Porsche stiehlt Toyota das Rennen", titelte das Magazin 'Autosport', während Davidson noch weiter ging: "Niemand würde es glauben, wenn ein Film so enden würde. Das tatsächlich mitzuerleben, ist ziemlich schwer zu ertragen."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Offiziell: GP-Distanz wird verkürzt

Formel-1-Rennen werden kürzer!

Die Formel-1-Kommission hat eine Verkürzung der Grand-Prix-Distanz jetzt auch offiziell beschlossen - Das Drei-Stunden-Limit für Rennen wird zudem aufgehoben

"Was zum Teufel ist da passiert?"

Gaslys Monza-Wunder hielt nur kurz...

Von Pole gestartet und am Ende nur Siebter: Pierre Gaslys Monza-Wunder hielt nicht lange, doch gerade das macht seine Leistung am Samstag so verblüffend

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Nach dem ersten Grand-Prix-Sieg von Pedro Acosta in der Königsklasse sprechen er selber, Pit Beirer und Crewchief Paul Trevathan über die Tragweite dieses Erfolgs

DTM erwägt große Format-Revolution

2027 Shootout-Qualifying in zwei Teilen?

Wird für 2027 in der DTM das Qualifying- und das Rennformat sowie der Ablauf geändert? Am Sachsenring gab es intensive Gespräche mit den Teams

Kimi Räikkönens Sohn Robin wird Red-Bull-Junior - Über den Nachwuchs der Bullen schafften es bereits Fahrer wie Max Verstappen oder Sebastian Vettel in die Formel 1