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GT3-Massaker im Platzregen Massenunfall bei NLS4 2024 im Streckenabschnitt Hatzenbach
VLN

NLS4 nach GT3-Massencrash im Hatzenbach unterbrochen

Das 6-Stunden-Rennen der Nürburgring-Langstrecken-Serie ist nach einem Massenunfall im Hatzenbach unterbrochen - Sieben GT3-Fahrzeuge eliminiert

Chaos beim 6-Stunden-Rennen der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS): Bei einsetzendem Platzregen flogen die Top 7 des Rennens auf Slicks ab. Alle Fahrer konnten sich aus eigener Kraft aus den Wracks befreien, doch der Hatzenbach gleicht einem Schrottplatz.

Folgende sieben Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt:
- Falken-Porsche #3 (Andlauer/Lynn)
- Falken-Porsche #4 (Glock/Menzel)
- Herberth-Porsche #5 (Kolb/Stippler)
- Prosport-Aston-Martin #17 (Dumarey/Böckmann/Balcaen)
- Landgraf-Mercedes #48 (Auer/Aron/Gounon)
- Dinamic-Porsche #54 (de Leener/Buus)
- Juta-Audi #8 (Veremenko/"SELV")

Nach einer trockenen ersten Runde kam es bereits am Ende der ersten Runde zu einer Berührung zwischen Frank Stippler und Nico Menzel im Kampf um die Führung. Auf dem Grand-Prix-Kurs und dem westlichen Teil der Nordschleife hatte es bereits zu regnen begonnen.

Obwohl die Strecke bereits sehr nass war, nutzte in der SP9 nur der equipe-vitesse-Audi #50 (Heimrich/Rocco/Klasen) die Gelegenheit zum Boxenstopp. Auch die Spitze nutzte die Möglichkeit nicht, über eine "kurze" Runde reinzukommen.

Anschließend krachten sieben Fahrzeuge im Hatzenbach in die Reifenstapel, wo die Strecke überflutet war. Sechs Autos blieben stehen und blockierten die Strecke, weshalb die Rote Flagge unumgänglich war. Nico Menzel konnte weiterfahren und schleppte sich bis in die Fuchsröhre, wo er jedoch liegen blieb.

Dieser Unfall zeigt einmal mehr, mit welchem Risiko heutzutage bei Langstreckenrennen gefahren wird. Trotz der überfluteten Strecke erreichten die Boliden die Unfallstelle teilweise noch in vollem Renntempo.

Da die Fahrzeuge bis zum Neustart kaum zu reparieren sein dürften, bahnt sich ein Sensationssieg an. Das bestplatzierte Fahrzeug, das den Unfall vermeiden konnte, war der HRT-Mercedes #9 (S. Owega/Schumacher/Haupt) mit Routinier Hubert Haupt am Steuer.

"Wir sind mit unseren Yokohama-Reifen bei Regen noch nicht ganz da", sagt Haupt. "Deshalb habe ich Tempo rausgenommen. Es ist dann immer nasser geworden. Mir war bewusst, dass die das vorne nicht überleben können mit ihrer Gangart."

"Ich habe mich rausgehalten und bin rechtzeitig gewarnt worden. Ich bin mit 30 km/h angekommen, die anderen dürften mindestens 100 draufgehabt haben. Das Team hat mich klar gewarnt: 'Zweiter Gang, 30, 30, 30!' Das haben sie gut gemacht."

Auch der Sieg eines Porsche 911 GT3 Cup ist nun möglich.

Motorsport-Total.com

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