MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Le Mans: Fans und Fahrer

Den Dienstag vor dem Rennwochende ist inzwischen zu einer Institution geworden. Am frühen Nachmittag rüsten sich die beteiligten Hersteller, Teams und Fahrer zu einem ganz besonderen Event, das inzwischen auch von weiteren Veranstaltungen übernommen worden ist. Man trifft sich in der „heiligen“ Boxengasse vor den einzelnen mit High Tech hochgerüsteten „Garagen“ – die Piloten treffen sich mit den bereits an der Strecke befindlichen Zuschauern, sofern sie ein entsprechendes Ticket haben auch zur Pit-Stop-Challenge der Mechaniker-Crews.

Bernhard Schoke

Aber nicht nur den Piloten kommen die Fans – kleine wie große, junge wie alte, männlein oder weiblein – ganz nahe. Da die Boxen offen stehen, ist auch mehr als nur ein Blick möglich. Insbesondere dann, wenn die Fans mit Kameras „anrücken“, die man auch als Profi einsetzen könnte – allerdings sind diese nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme. Aber, auch dies ist zu beobachten, dass viele Fans ausgesprochen gut – auf diesen Termin – vorbereitet sind.
Eigene Poster und Bücher – letztere mit Markierungen der jeweiligen Fahrer – sind ebenso häufig für Autogramme vorgesehen, wie Caps und Poster, die dann mit den Schriftzügen der Lieblings-Fahrer veredelt werden.

Mehr als nur meet & greet

Dabei bilden sich vor den eigens aufgestellten Tischen, an den die Piloten sitzen, häufig lange Schlangen, um gegebenenfalls unterschriebene Autogramm-Karten oder großformatige Bilder von seinen Favoriten zu ergattern.
Dieses als meet und greet zu bezeichnen, wird dem Ablauf in Le Mans allerdings nicht gerecht. Denn:
Vielfach treffen die Fans jedes Jahr auf „ihre“ Fahrer, sodass häufig nicht nur Small Talk kommt, sondern es auch – insbesondere bei den kleineren Teams – zu einem weitergehenden Austausch kommt.
Ein Faktor, den viele Fahrer ausgesprochen genießen.
Anderen, insbesondere wenn sie Valentino Rossi heißen oder die Vorjahressieger von Ferrari sowie die „Heim-Teams“ wie Alpine und Peugeot haben dagegen ebenso wie Porsche eine große wie treue Fan-Gemeinde, die es gilt zu kanalisieren, ohne dass es zu Reibereien untereinander kommt.

Pit-Stop-Challenge

Für die Teams genauso wichtig ist der unmittelbar im Anschluss folgende Wettbewerb der Mechanikers-Crew, den schnellsten – reglementgemäßen Boxenstopp zu generieren.
Hierauf sind die Mechaniker – egal ob von den „großen“ Werk-Teams oder den kleineren Wettbewerbern richtig heiß. Und dabei wird auch ganz schnell klar, dass es unterschiedliche „Choreographien“, sprich Abläufe beim Reifenwechsel gibt – jedes Team hat dabei offensichtlich seine ganz eignen Abläufen und Strategien entwickelt, wenn es darum geht – auch hier – Zehntel-Sekunden gegenüber den Kollegen oder Mitbewerbern für sich herauszuholen. Dabei gibt es selbst direkt ersichtliche Unterschiede bei der Mechaniker-Auswahl – klein und drahtig gegen groß und „stabil“ – das ist hier die Frage. Eines ist dabei ganz klar:
Wettbewerb ist auch hier Trumpf, wird ganz groß geschrieben, zumal sich die meisten Crews ja von den vorausgegangenen Veranstaltungen der World Endurance Championship kennen.
Und da in Le Mans in der Regel auch große „Abordnungen“ aus den Firmen-Zentralen oder von Sponsoren schon vor Ort sind, will man sich unter gar keinen Umständen eine Blöße geben.
Leider leicht möglich aufgrund der Sprach-Unterschiede, die dann häufig zu Missverständnissen führen und in „Diskussionen“ enden…

Ab morgen „gilt es”

Ob es beim anstehenden morgigen ersten Aufgalopp schon dazu kommt, dass die wirkliche Performance von Mensch und Maschine gezeigt wird, ist offen.
Hintergrund:
Die allgegenwärtige BoP könnte wieder zu schlagen, wenn man zu früh „die Hosen runterlässt“. Aber auch ein zu spätes agieren könnte „in die Hose gehen“, nämlich dann, wenn es an den folgenden Tagen regnen würde und dadurch kaum mehr eine Verbesserung des Startplatzes möglich wäre.
Background:
Die am Testtag gefahrene „Bestzeit“ - eine hohe 3:26 Min. Rundenzeit und die anschließenden weiteren Umläufe mit 3:27 bzw. 3:28 Zeiten in der HyperCar-Klasse sind – ermöglichen nicht wirklich belastbare Aussagen zur eigentlichen Performance der um den Gesamtsieg kämpfenden HyperCars.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Fährt vorbei wie ein Verrückter"

Ging Preining bei Aufholjagd zu weit?

"Grello"-Pilot Thomas Preining überholte am Norisring einen Rivalen nach dem anderen: Sheldon van der Linde ist aber mit dessen Fahrweise nicht einverstanden

Provokantes Social-Posting

McLaren macht Stimmung gegen Verstappen

Wie ein Beitrag von McLaren in den sozialen Netzwerken die Diskussion um den Spielberg-Zwischenfall um Norris und Verstappen von Neuem befeuert