MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Steiner über Haas-Aus Günther Steiner bei der Autosport International Show 2024 in Birmingham
Motorsport Images

Günther Steiner: So erfuhr er von seinem Ausscheiden bei Haas

Günther Steiner hat sich bei der Autosport International Show in Birmingham erstmals öffentlich zu seinem Ausscheiden beim Formel-1-Team Haas geäußert

Der ehemalige Haas-Teamchef Günther Steiner gibt zu, dass es ihm "weh tut", dass er sich nach seinem Aus beim Formel-1-Team nicht offiziell von seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen verabschieden konnte.

"Ja, es tut weh [sich nicht verabschieden zu können], aber sie kennen mich alle und wissen, dass ich zu schätzen weiß, was sie getan haben", sagte Steiner am Samstag bei der Autosport International Show in Birmingham, wo er erstmals seit seinem Ausscheiden beim US-Team öffentlich auftrat.

"Es wäre schön zu sagen 'Hey Jungs, danke für das, was ihr für das Team getan habt'", fuhr Steiner fort, der seinen Auftritt auf der Bühne nutzte, um einige Abschiedsworte an sein ehemaliges Team zu richten.

"Ich möchte mich einfach bei allen Teammitgliedern bedanken, von denen ich mich bei meinem Abschied nicht richtig verabschieden konnte. Deshalb tue ich es jetzt auf diese Weise. Und ich möchte mich auch bei allen Fans bedanken, die uns unterstützt haben, während ich da war. Das ist fantastisch - ich danke allen für die Unterstützung, die ich bekommen habe und immer noch bekomme", sagte Steiner.

Kündigung per Telefon

Der Vertrag des Südtirolers mit Haas war Ende 2023 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Am 10. Januar 2024 gab das US-Team bekannt, dass der bisherige Chefingenieur Ayao Komatsu neuer Teamchef wird.

Kurz darauf erklärte Teambesitzer Gene Haas in einem Interview auf der offiziellen Website des Rennstalls, dass ihm die Leistungen seines Teams "peinlich" seien und gab offen zu, dass die Zusammenarbeit mit Steiner aufgrund der ausbleibenden Erfolge beendet worden sei. In der Saison 2023 belegte Haas den letzten Platz in der Konstrukteurswertung.

Steiner, der das Haas-Team seit dem Einstieg in die Formel 1 im Jahr 2016 geleitet hatte, wurde nach eigenen Angaben zwischen Weihnachten und Neujahr 2023 von Gene Haas telefonisch darüber informiert, dass sein Vertrag nicht verlängert werde. Diese Entscheidung habe ihn überrascht, aber er erkenne an, dass es Gene Haas freistehe, das Team so zu führen, wie er es wolle.

Steiner will nicht um jeden Preis in der Formel 1 bleiben

Was seine eigene Zukunft betrifft, so habe er "keine Eile", eine Entscheidung zu treffen. Er wolle nicht um jeden Preis in der Formel 1 bleiben. "Ich weiß nicht, ob mich die Formel 1 will", sagt er.

"In unserer Situation habe ich keine Eile. Es wird immer Leute geben, die mich in der Formel 1 sehen wollen, ich habe viele Leute kennengelernt und viele Freunde gefunden", so Steiner. "Wenn es etwas Interessantes gibt, das mich herausfordert, dann ja, aber nur einen Job zu suchen, um in der Formel 1 zu bleiben, ist vielleicht nicht das, was ich will."

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Wheatley zu Aston Martin?

Jonathan Wheatley verlässt Audi

Jonathan Wheatley verlässt Audi nach nicht einmal einem Jahr als Teamchef schon wieder - Mattia Binotto wird seine Aufgaben erst einmal übernehmen

Kimi Antonelli holt nach China seine zweite Formel-1-Pole und verlängert die Mercedes-Dominanz - Max Verstappen verliert Teamduell und scheidet in Q2 aus

Nahost-Konflikt - Katar-GP

MotoGP plant Verschiebung statt Absage

Anders als für die Formel 1 plant Liberty Media für die Motorrad-WM angesichts des Konflikts am Persischen Golf keine Komplettabsage ihres Nahost-Rennens im April

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Nürburgring-Langstrecken-Serie

Verstappen gewinnt - und wird disqualifiziert

Max Verstappen feiert am Nürburgring einen dominanten Sieg - doch Stunden später wird er disqualifiziert: Ein Teamfehler sorgt für das bittere Ende