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Dynamite Tours & Rappolz: Leider aus!

Seit beinahe zwei Jahrzehnten bereichert Dynamite Tours die Motorsport-Community, seit 2015 mit dem Gelände in Rappolz. Jetzt ist leider Schluss - wir sprachen mit Mastermind Christoph Schmudermayer.

Noir Trawniczek

Männerspielplatz, Dynamite Tours, Rappolz - in der Motorsport-Community gibt es kaum jemand, dem diese Begriffe unbekannt sind. Zunächst konnten sich Männer (und auch manche Frauen) mit Baggerfahren, Paintball oder auch Quad-Touren austoben. Ab 2015 wurde das Gelände in Rappolz angemietet - seitdem gab es dort verschiedene Motorsport-Aktivitäten. Im Oval wurde Stockcar gefahren, im Gelände gab es Sonderprüfungen für die Herbst- und die Schneerosen-Rallye. Testfahrten wurden abgehalten. Die Autocross- und die Quad-Staatsmeisterschaft waren zu Gast. Beim Traktor-Pulling gab es mit bis zu 5.000 die höchste Zuschaueranzahl. Rappolz wurde zu einem Motorsport-Mekka.

Doch damit ist nun leider Schluss, es konnte mit dem Vermieter keine Einigung mehr erzielt werden - wie haben mit Dynamite Tours-Mastermind Christoph Schmudermayer noch einmal zurückgeblickt…

Christoph, was war der Auslöser dafür, dass du 2007 dieses großartige Konzept auf die Beine gestellt hast?

Der Ursprung war der Männerspielplatz. Ich wollte immer schon mit allen möglichen Fahrzeugen wie Bagger und dergleichen fahren, habe aber nichts gefunden, wo man das unkompliziert tun konnte. Also habe ich so etwas selber auf die Beine gestellt und zunächst dafür einen Schrottplatz angemietet. Ich bin auch gerne mit meinem Quad gefahren und habe 2008 in eine Quad-Flotte investiert und Touren auf einer Motocross-Strecke angeboten. 2011 haben wir den kleinen Platz in Weikertschlag angemietet, ab 2015 das große Gelände, den Dynamite Offroad Park Rappolz.

Das Projekt lief gut - es wurde ja zu einem echten Betrieb, nicht wahr?

Ja. Wir waren zwei Vollzeit-Angestellte und ein Team von rund zehn Freelancern.

Jetzt ist das Projekt nach fast zwei Jahrzehnten zu Ende - wird dir der schöne Platz in Rappolz nicht fehlen?

Wir sind heuer in die 19. Saison gegangen. Und natürlich: Der Platz wird mir extrem fehlen.

Hättet ihr ohne das Zerwürfnis mit dem Vermieter weitergemacht?

Definitiv.

Haltet ihr Ausschau nach einem neuen Gelände?

Nein. Der ganze Aufwand! Allein um die nötigen behördlichen Genehmigungen einzuholen - da musst du mit fünf Jahren rechnen. Das tue ich mir nicht mehr an.

Wenn du zurückblickst: Was war dein schönster Moment mit Dynamite Tours?

Es war immer unser Ziel, die Leute glücklich zu machen - sodass sie mit einem Grinser vom Platz gehen. Egal ob sie mit einem Bagger oder Offroad oder in einer Motorsport-Veranstaltung fuhren - wir waren immer froh, wenn wir unsere Kunden begeistern konnten.

Was war der Tiefpunkt in diesen zwei Jahrzehnten?

Der erste Corona-Lockdown. Wir hatten gerade erst die neue Saison eröffnet und am nächsten Tag war Lockdown.

Ist es - wie bei so Vielem - nach Corona schwieriger geworden?

Definitiv. Wir durften zunächst nicht viel machen außer Freies Fahren. Auch der Männerspielplatz war gesperrt wie es auch Wirtshäuser waren. Wir hatten vor Corona relativ große Events mit Firmen, mit über 20 Teilnehmern. Mit Corona ist das bleibend weg gebrochen - nachher gab es nur noch kleine Gruppen…

Was wirst du in Zukunft machen?

Eine gute Frage. Für mich beginnt jetzt ein völlig neuer Lebensabschnitt. Aber ich habe noch keinen konkreten Plan. Auf jeden Fall möchte ich künftig Oldtimer restaurieren - da haben wir bereits viele Erfahrungen gemacht.

Ich möchte mich im Namen der Motorsport-Community bei dir und deinem Team dafür bedanken, dass ihr dieses tolle Projekt, dieses schöne Gelände betrieben und damit der Szene sehr geholfen habt. Gibt es noch etwas, was dir wichtig ist zu sagen?

Ja. Es hat immer irrsinnig Spaß gemacht - die gesamte Motorsport-Community war immer sehr lässig und wir haben miteinander ur viel Spaß gehabt. Ich könnte tausende Geschichten erzählen, wir haben so viel gemeinsam erlebt. Es tut mir sehr leid um unsere Kunden, von denen viele zu guten Freunden geworden sind. Wir werden sehen, wie es weitergeht - ich kann in alle Richtungen denken und bin stets flexibel.

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