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Drohende  Reduktion bleibt aus! Trotz der gleichen Teams gibt es 2026 bei AMG in der DTM einige Änderungen
Gruppe C Photography

Mercedes-AMG präsentiert DTM-Aufgebot 2026: Erneute Ansage in Richtung ADAC!

Mercedes-AMG präsentiert seine DTM-Aufstellung für die Saison 2026: Was aus der drohenden Fahrzeugreduktion wurde und welche Änderungen es bei den Teams gibt

Mercedes-AMG hat seine Teams und Fahrer für die DTM-Saison 2026 bekanntgegeben: Wie im Vorjahr werden Winward und Landgraf in der Traditionsserie mit Mercedes-AMG-Unterstützung an den Start gehen. Der Einsatz von vier Mercedes-AMG GT3 wird somit nicht reduziert, wodurch bereits elf Boliden für 2026 bestätigt sind . Auch bei den Fahrern gibt es keine Überraschungen.

Maro Engel und Jules Gounon werden wie im Vorjahr im Winward-Mercedes sitzen, Vizemeister Lucas Auer und Youngster Tom Kalender stellen das Landgraf-Aufgebot. Über dem Einsatz des Teams von Klaus Landgraf stand Ende 2025 ein Fragezeichen: Während der Teambesitzer die Zukunft offenließ, zeigte sich Mercedes-AMG unzufrieden mit der Einstufung des Fahrzeugs in der zweiten Saisonhälfte.

Kundensportleiter Stefan Wendl drohte sogar, das Engagement wie die meisten Hersteller auf einen Mercedes-AMG-Rennstall zu reduzieren, sollte man das Gefühl haben, unter den gegebenen Bedingungen benachteiligt zu sein.

AMG fordert "transparente und verlässliche Rahmenbedingungen"

Das ist nun nicht passiert, was darauf hindeutet, dass man bei Mercedes-AMG an eine faire Chance glaubt. "Nach dem enttäuschenden Saisonende im vergangenen Jahr war es uns wichtig, den offenen und konstruktiven Dialog mit dem ADAC zu suchen", stellt Mercedes-AMG-Motorsportleiter Christoph Sagemüller klar.

"Für 2026 wünschen wir uns Rahmenbedingungen, die für alle Beteiligten transparent und verlässlich sind, damit der sportliche Wettbewerb bis zum Schluss im Vordergrund steht", bekräiftigt er die Forderung der Marke mit dem Stern erneut, nachdem Landgraf-Pilot Auer den Fahrertitel 2025 durch Ayhancan Güvens spektakuläres Manöver auf den letzten Metern verloren hatte.

Sagemüller spricht klar aus, dass 2026 die DTM-Krone zu Mercedes-AMG zurückgeholt werden soll. "Nach dem Gewinn des Fahrertitels 2021 ist es unser klares Ziel, die Meisterschaft wieder nach Affalterbach zu holen. Mit zwei Vizemeisterschaften in den vergangenen Jahren waren wir zweimal sehr nah dran", spielt er auf Auers zweite Plätze 2022 und 2025 an.

Auer muss auf Renningenieur Avemarg verzichten

Auer muss sich 2026 trotz des Verbleibs bei Landgraf auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen, denn sein Renningenieur Marius Avemarg, mit dem er im Vorjahr so perfekt harmonierte, wechselt - wie Motorsport-Total.com berichtete - zum GT-World-Challenge-Europe- und Nordschleifen-Projekt des Winward-Teams. Auer wird nun mit dem erfahrenen Renningenieur Dennis Nägele arbeiten, der von HRT kommt.

"2025 haben wir stark vorgelegt und eine unglaublich intensive, schöne und erfolgreiche Saison erlebt", sagt der 31-jährige Österreicher nach seinem ersten Landgraf-Jahr. "Daran wollen wir 2026 anknüpfen und wieder voll angreifen."

Interessant wird sein, wie sich der Wechsel von HWA auf die Affalterbach Racing GmbH (AFR) auswirken wird, die eine 100-Prozent-Tochter von Mercedes-AMG ist und seit Beginn des Jahres für den Support zuständig ist. Die Designs, in denen die Boliden 2026 in der DTM an den Start gehen, will Mercedes-AMG "zu einem späteren Zeitpunkt" bekanntgeben, heißt es in der Pressemitteilung.

Landgraf-Boliden 2026 in neuem Design?

Bei Landgraf dürfte es auch diesbezüglich große Veränderungen geben: Hauptsponsor BWT/Windhager, der im Vorjahr noch für beide Designs verantwortlich war, ist - wie man hört - 2026 nicht mehr an Bord. Stattdessen soll Auer in einm speziellen Mercedes-AMG-Design an den Start gehen, während beim Kalender-Auto das Ersatzteil-Unternehmen Febi-Bilstein aus Nordrhein-Westfalen als Sponsor fungieren soll.

Beim Winward-Team gibt es hingegen nur geringfügige Änderungen: Wie man in der Pressemitteilung offiziell bekanntgibt, wird Engels Auto neuerdings ähnlich wie auf der Nordschleife unter der Flagge von Mercedes-AMG Team Ravenol eingesetzt, während Gounons Bolide wie schon 2025 unter dem Namen Mercedes-AMG Team Mann Filter läuft. Die "Mamba" ist also auch dieses Jahr am Start.

"Viel darf ich noch nicht verraten, aber gemeinsam mit meinem Partner Ravenol haben wir ein ganz besonderes Design entworfen", kündigt Engel an. Wird der Gepard, der eine Idee seines Vaters ist, also nach dem Nürburgring auch in der DTM auf dem Auto prangen, oder gibt es gar eine andere Überraschung?

Engel peilt nach zwei dritten Plätzen den Titel an

Der 40-jährige Mercedes-AMG-Routinier will jedenfalls nach seinem Bathurst-Sieg 2026 auch in der DTM zuschlagen. "Wir wissen, was wir können, aber ich bin auch davon überzeugt, dass wir uns noch weiter steigern können", sagt Engel, der in den vergangenen zwei Jahren jeweils Dritter in der Meisterschaft wurde. "Darauf wollen wir uns konzentrieren und dafür geben wir alles. Das große Ziel ist der DTM-Titel."

Teamkollege Gounon nimmt das Wort Titel nicht in den Mund, stattdessen wolle er in seinem zweiten DTM-Jahr "alles geben" und die Saison "Rennen für Rennen" angehen. Inzwischen kenne er die Serie und seinen Renningenieur Thomas Gleibs besser. "Darauf wollen wir aufbauen", sagt der für Andorra startende Franzose, der 2025 keine einfache Saison erlebte und bei dem während der Saison das Chassis gewechselt wurde.

Und Juniorpilot Kalender, der bei Landgraf keinen einfachen DTM-Einstand hatte, beim Finale in Hockenheim jedoch überraschte, will 2026 "näher an die anderen Mercedes-AMG-Fahrer herankommen und mich konstant in den Top 10 etablieren", kündigt der 17-Jährige an, der im Winter laut eigenen Angaben "körperlich und mental" intensiv gearbeitet habe.

Motorsport-Total.com

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