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Nach WEC-Absage Kann die Formel 1 nächsten Monat in Bahrain und Saudi-Arabien fahren?
LAT Images

Große Zweifel an Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien

Aktuell könnten in Bahrain und Saudi-Arabien keine Formel-1-Rennen stattfinden - Entscheidend ist die Frage, ob sich die Lage in den kommenden Tagen entspannt

Können die Formel-1-Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) wirklich wie geplant stattfinden? Aktuell wäre sicher nicht an eine Austragung zu denken, denn beide Länder wurden in den vergangenen Tagen mit Raketen beziehungsweise Drohnen angegriffen.

Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) hat bereits auf den Krieg in der Region reagiert und ihren für den 28. März geplanten Saisonauftakt in Katar abgesagt. Nur zwei Wochen später soll die Formel 1 planmäßig im angrenzenden Bahrain fahren.

Zwar ist das noch mehr als einen Monat entfernt, doch Experte Ralf Schumacher erklärt bei Sky: "Wenn das zutrifft, was Donald Trump veröffentlicht hat, [...] dann kann ich mir nicht vorstellen, dass wir in fünf oder sechs Wochen [...] mit der Formel 1 dort fahren werden."



US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, dass der Militäreinsatz der USA gegen den Iran bis zu vier Wochen dauern könnte. Sollte diese Einschätzung zutreffen, wäre eine planmäßige Durchführung von Formel-1-Rennen in der Region fast unmöglich.

Ganz unabhängig von Fragen der Sicherheit wäre alleine die Anreise des Formel-1-Zirkus bereits eine Herausforderung, weil der Flugverkehr in der gesamten Region aktuell stark eingeschränkt ist. Vor wenigen Tagen musste Pirelli bereits einen Formel-1-Reifentest in Bahrain vorzeitig abbrechen.

"Beim geplanten Reifentest in Bahrain waren mehrere Teammitglieder betroffen, die inzwischen alle das Land sicher verlassen haben", verrät Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Weiteres Formel-1-Personal von Pirelli und McLaren war ebenfalls betroffen.

Wolff: Formel 1 wird "die richtigen Entscheidungen treffen"

"Angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten scheint es fast trivial, über Sport zu
sprechen. Wir beobachten die Entwicklungen in der Region mit Sorge und hoffen, dass der Schutz der Zivilbevölkerung weiterhin höchste Priorität hat", betont Wolff.

"Angesichts dieser ernsten Lage wäre es wenig hilfreich, über mögliche weitere Auswirkungen auf die Formel 1 in den kommenden Wochen zu sprechen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die FIA und die Formel 1 die Ereignisse weiterhin beobachten und bei Bedarf die richtigen Entscheidungen treffen werden", so der Mercedes-Teamchef.

Für Ralf Schumacher steht bereits fest, dass es unter den aktuellen Umständen "keinen Sinn" machen würde, an den Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien festzuhalten. Sollte die Formel 1 dem Beispiel der WEC folgen, würde das aber nicht bedeuten, dass die beiden Grands Prix komplett ausfallen.

Der WEC-Auftakt in Katar wurde offiziell nämlich nur verschoben und soll zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nachgeholt werden. "Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft wird für die FIA immer an erster Stelle stehen", so FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem.

Sollte sich die Lage in den kommenden Tagen also nicht entspannen, wäre es möglich, dass sich auch der Formel-1-Kalender 2026 noch einmal verändert. Eine endgültige Entscheidung wird wegen diverser Vorlaufzeiten spätestens zwischen den Rennen in China (15. März) und Japan (29. März) erwartet.

Motorsport-Total.com

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