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Rossi will auf die Nordschleife Valentino Rossi strebt sein Nordschleifen-Permit A an
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Valentino Rossi will Permit für 24h Nürburgring

Valentino Rossi will noch 2026 in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) sein Nordschleifen-Permit machen - Start beim 24-Stunden-Rennen rückt näher

Der neunmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi will noch in diesem Jahr sein Permit A machen und damit sein Debüt in der "Grünen Hölle" geben und sucht derzeit aktiv nach einer Möglichkeit zum Start, wie Motorsport-Total.com aus sicherer Quelle erfahren hat.

Der BMW-Werksfahrer und sein Management suchen aktuell nach einem Termin für einen Start bei einem der noch anstehenden NLS-Läufe. Bedingung ist, dass der Einsatz auf einem BMW-Fahrzeug erfolgt. Der Werbeeffekt wäre für BMW mit einem M2 Racing am größten, da dies das brandneue Einstiegsmodell bei BMW M Motorsport ist.

Dieser leistet 313 PS aus dem B48-Vierzylindermotor bei 1.498 Kilogramm Gewicht. Damit kommt das Fahrzeug auf ein Leistungsgewicht von rund 4,8 Kilogramm pro PS. Da die Schwelle für das Permit B bei über 4,2 Kilogramm pro PS liegt, kann der M2 Racing mit der kleineren Permit-Stufe gefahren werden. Für Autos mit einem geringeren Leistungsgewicht ist hingegen das Permit A erforderlich.

Das Permit gilt als "Nordschleifen-Führerschein" zusätzlich zur Rennlizenz. Damit kann er 2027 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in einem GT3-Auto antreten, wenn er die Voraussetzungen erfüllt.

Noch ist unklar, mit welchem Team er sein Permit-Rennen bestreiten möchte. Der BMW M2 Racing ist bei allen typischen "Permit-Teams" wie FK Performance, Sorg Rennsport, Adrenalin Motorsport, W&S Motorsport oder Bonk Motorsport im Inventar.

Permit-Vereinfachungen ebnen den Weg

Seit der Vereinfachung der Permit-Regularien im vergangenen Winter braucht Rossi nur noch ein Ergebnis und acht Runden bei einem NLS-Event oder den 24h-Qualifiers. Er darf sich zudem während des Rennens kein Vergehen zuschulden kommen lassen.

Die Vereinfachung der Regeln ist beim Italiener gut angekommen. Am Rande der 24 Stunden von Spa sagt er auf einen möglichen Start am Nürburgring angesprochen: "Ja, denn es sieht jetzt so aus, dass man das Permit an einem Wochenende erledigen kann. Wir sprechen mit BMW, um das alles zu organisieren. Denn die 24 Stunden von Nürburgring stehen auf jeden Fall auf meiner Wunschliste. Ich hoffe, dass wir das mit BMW hinbekommen.?

Das Permit (offiziell DPN für DMSB Permit Nordschleife) war bisher immer der Stolperstein auf dem Weg zur Teilnahme von Valentino Rossi beim 24-Stunden-Rennen. Seitdem er 2022 in den GT3-Sport gewechselt war, bemühte sich der ADAC Nordrhein, den italienischen Megastar in die Eifel zu holen.

Rossi verweigerte die Teilnahme jedoch aufgrund der Permit-Regularien, die lange Zeit deutlich strenger waren als sie es heute sind. So hat es in der Vergangenheit bereits Fahrer gegeben, die ihre Teilnahme am Rennen mangels Permit absagen mussten, weil sie wegen Rennabsagen nicht zum Fahren kamen oder schlicht Pech in den Vorbereitungsrennen hatten, etwa durch Unfälle von Teamkollegen.

Im Februar 2026 änderte Rossi jedoch sein Wording bezüglich des Nürburgrings am Rande der 12 Stunden von Bathurst und sprach ausdrücklich davon, einmal in der Eifel starten zu wollen. Das Thema Permit erwähnte er nicht mehr.

1000 km Suzuka oder NLS-Double-Header?

Neben dem Team gilt es auch noch zu klären, wann ein eventueller Einsatz in der Eifel stattfinden soll, da der Italiener in diesem Jahr die gesamte Saison der GT-World-Challenge (GTWC) Europe bestreitet - sowohl im Sprint- als auch im Endurance-Cup.

Das erste Terminproblem ergibt sich am 1. August, beim 6h-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen. Dieses scheidet aus, weil in Magny-Cours gleichzeitig der Sprint-Cup gastiert.

Die zweite Terminkollision ist noch ungewiss: Am 12. und 13. September steht der "Double-Header" in der NLS auf dem Programm, das Reinoldus-Langstreckenrennen und der Barbarossapreis, beide mit einer Dauer von 4 Stunden.

Am selben Wochenende würde das 1000-km-Rennen von Suzuka stattfinden, das zur Interkontinentalen GT-Challenge (IGTC) zählt. Rossi hat dieses Rennen schon seit langer Zeit auf dem Wunschzettel und möchte es unbedingt fahren.

Eine Teilnahme in Suzuka hängt jedoch noch in der Luft, da BMW die Meisterschaftssituation in der IGTC erst einschätzen wollte. Da die 24 Stunden von Spa zur IGTC zählen, musste BMW das dortige Ergebnis abwarten.

Derzeit liegt Rossi mit 23 Punkten auf Platz 9. Tabellenführer Maro Engel steht bereits bei 68 Punkten, wird aber wegen Terminkollisionen mit der DTM an keinem IGTC-Rennen mehr teilnehmen. Die bestplatzierten BMW-Fahrer sind Max Hesse (38 Punkte) und Dan Harper (26 Punkte).

In der Konstrukteurswertung liegt BMW mit 67 Punkten auf dem dritten Platz, hinter dem führenden Porsche mit 92 Punkten und Mercedes-AMG mit 84 Punkten. Daher ist es - trotz Rossis Teilnahmewunsch - durchaus möglich, dass BMW vor allem auf Hesse und Harper setzen könnte, unterstützt von anderen Werksfahrern mit Platin-Rating.

Der 47-Jährige hat selbst zugegeben, dass er nach dem 24-Stunden-Rennen von Spa mit der BMW-Führung und dem Team WRT sprechen werde. Es könnte also sein, dass der Italiener seinen Suzuka-Traum um ein Jahr verschieben müsste.

Und seitens der NLS gibt es einen Pull-Faktor: Der Doppeltermin wäre eine äußerst verlockende Gelegenheit, die Chancen auf den Permit-Erwerb zu verdoppeln, sollte an einem Tag etwas schieflaufen - gerade angesichts des unberechenbaren Wetters auf der Nürburgring-Nordschleife.

Denn der einzige andere mögliche Termin wäre der 10. Oktober mit dem Saisonfinale NLS10 (2. NLS Sportwarte-Trophy), die nicht mit anderen Veranstaltungen der GTWC zusammenfällt. Zwar findet an jenem Tag das IGTC-Saisonfinale in Indianapolis statt, Rossi hat aber klargestellt, dass er seinen Sieg aus dem Vorjahr dort nicht verteidigen wird.

Somit muss nun die Wahl getroffen werden: IGTC fahren und damit das Risiko eingehen, am 10. Oktober ein Rennen mit herbstlichen Wetterkapriolen zu erwischen? Oder lieber auf Nummer sichergehen, am Double-Header teilnehmen und gegebenenfalls beim Finale bereits mit einem GT3-Auto aufwarten?

Denn die Saison 2027 wird nicht viel Zeit zur Vorbereitung lassen, da auch immer wieder NLS-Läufe mit den GTWC-Auftaktrennen kollidieren.

Verstappen und Rossi in einem Rennen?

Rossi ist mittlerweile in seinem fünften Jahr als GT3-Pilot und zeigt ansprechende Leistungen, gerade wenn man sein FIA-Fahrer-Rating mit dem Status Silber betrachtet. Trotzdem wagt er sich in den Kampf in den allerhöchsten Kategorien mit Fahrern, die über Gold- und Platin-Rankings verfügen.

2026 kehrte er nach zwei Jahren in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in die GT-World-Challenge (GTWC) Europe zurück. Da er nun keine weltweiten Verpflichtungen mehr hat, kann sich der zweifache Familienvater auf Spitzenevents konzentrieren.

Nach Max Verstappen ist Valentino Rossi nun bereits der zweite große Superstar der Motorsportszene, der sich an das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring heranwagt. Ein Traum wäre natürlich, beide Superstars zeitgleich im Rennen zu haben. Verstappen hat weitere Starts beim 24-Stunden-Rennen in Aussicht gestellt - sofern sie zum Formel-1-Kalender passen.

Motorsport-Total.com

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