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F1 Barcelona "Shakedown": Tag 2 Red Bull und Ferrari waren am regnerischen Dienstag die einzigen
Formel 1

Barcelona, Tag 2: Max Verstappen Schnellster, Isack Hadjar crasht!

Bestzeit für Max Verstappen, Unfall von Isack Hadjar: Im Privatduell mit Ferrari schreibt Red Bull am Dienstag die Schlagzeilen - Alle anderen Team verzichten

Ferrari gegen Red Bull - was nach einem intensiven WM-Duell zweier Topteams in der Formel 1 klingt, war das, was die Fans heute am zweiten Tag der Shakedown-Woche in Barcelona geboten bekommen haben. Denn nur diese beiden Teams waren am Dienstag auf der Strecke - alle anderen verzichteten .

Angekündigter Regen hatte die meisten Teams davon abgehalten, einen der drei verfügbaren Testtage in dieser Woche zu nutzen. Ein Rennstall nach dem anderen sagte seine Teilnahme für den Dienstag ab, um an einem der anderen Tage auf die Strecke gehen zu können.

Nachdem Ferrari jedoch schon am Montag gefehlt hatte, wollte die Scuderia mit dem Beginn der Testfahrten nicht noch länger warten. Zu ihnen gesellte sich Red Bull, die jedoch bereits schon am Montag gefahren waren und dort die Bestzeit aufgestellt hatten.

Den Testauftakt hatte Neuzugang Isack Hadjar für die Bullen bestritten, am Dienstag sprang zunächst Ex-Weltmeister Max Verstappen in das Auto. Bei Ferrari fuhr zunächst Charles Leclerc den SF-26, bevor am Nachmittag Teamkollege Lewis Hamilton seine ersten Kilometer bestreiten durfte. Auch Red Bull vollzog in der Mittagspause einen Fahrerwechsel und ließ erneut Hadjar ans Steuer.

Unfall von Isack Hadjar

Der Franzose sorgte in der letzten Stunde des Shakedowns noch für den ersten Unfall des Formel-1-Jahres. Hadjar flog in der schnellen letzten Kurve ab, schlug mit seinem RB22 in der Streckenbegrenzung ein und kam im Kiesbett zum Stehen - natürlich war eine rote Flagge die Folge.

Über die Gründe des Abflugs, ob Hadjar in dem schnellen Rechtsknick vielleicht zu schnell war, gibt es im Moment noch keine verlässlichen Informationen - Aufnahmen zeigen aber einen nach dem Einschlag beschädigten Heckflügel am Red Bull.

Zumindest blieb Hadjar bei dem Crash unverletzt, wie ein Sprecher des Teams gegenüber Motorsport-Total.com bestätigt.

Die Bestzeit in dem Duell zweier vermeintlicher Topteams ging erneut an Red Bull: Max Verstappen fuhr am Vormittag inoffiziell eine Zeit von 1:19.580 Minuten und war damit knapp eineinhalb Sekunden langsamer als sein Teamkollege am Vortag.

Leclerc war mit einer Zeit von 1:20.844 der Unterlegene am Vormittag. Weil danach der Regen einsetzte und sich für den Rest des Tages hielt, kam keiner mehr an diese Marke heran. Hadjar war am Nachmittag zwölf Sekunden langsamer als Verstappen, Hamilton fehlte eine weitere Sekunde.

Aber wie gestern gilt: Performance ist zweitrangig, vornehmlich kommt es den Teams auf die Zuverlässigkeit an.

So bewertet Leclerc den ersten Ferrari-Tag

Und die stimmte zumindest bei Ferrari: Leclerc war am Vormittag auf insgesamt 64 Runden gekommen und damit deutlich mehr als Verstappen, der bei 27 hängenblieb. Hamilton konnte am Nachmittag weitere 56 Runden hinzufügen (Hadjar 51).

"Vorerst geht es nur darum, zu verstehen, ob alles ordnungsgemäß funktioniert, was gewissermaßen der Fall war", zieht Leclerc eine erste Bilanz. "Es sind nicht die besten Bedingungen, weil es heute Morgen ein wenig geregnet hat, aber eigentlich haben wir unser Programm trotzdem durchgezogen."

"Wie gesagt: Wir konzentrieren uns nicht auf die Performance oder sonstiges. Es geht uns mehr darum, all die Systeme zu betrachten, die an diesem Auto neu sind, und zu sehen, ob alles so funktioniert, wie es sollte. Und das tat es, das ist also positiv", so der Monegasse.

"Stück für Stück werden wir unsere Checkliste der ersten Systeme durchgehen, um dann schließlich zu dem zu kommen, was am meisten zählt: die Performance", betont er weiter. "Aber das wird wahrscheinlich erst etwas später innerhalb dieser drei Tage kommen; zuerst versuchen wir zu verstehen, wie sich alles verhält, und dann sehen wir weiter."

Am Mittwoch steht der dritte von fünf Testtagen auf dem Programm, bei dem wir wieder mehr Action auf der Strecke erwarten. Mit Ausnahme von Red Bull haben alle anderen Teams noch mindestens zwei Testtage zur Verfügung, Weltmeister McLaren war sogar noch gar nicht auf der Strecke und sollte so an allen drei verbleibenden Tagen im Einsatz sein.

Fest steht nur, dass Aston Martin auch am Mittwoch fehlen wird: Der Rennstall will frühestens am Donnerstag ins Geschehen eingreifen, Williams fehlt weiterhin beim gesamten Test.

Motorsport-Total.com

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