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GP von China: Sprint-Quali George Russell startet im Sprint am Samstag von ganz vorne
LAT Images

Sprint-Quali China: Russell auf Pole, Rückstand-Schock für Verstappen

George Russell holt sich die Pole für den Sprint in China vor Teamkollege Andrea Kimi Antonelli - McLaren diesmal erster Verfolger, Red Bull mit 1,7 Sekunden Rückstand

Mercedes hat sich erneut souverän die erste Startreihe für das Sprintrennen der Formel 1 2026 in China gesichert. Wie in Australien waren George Russell und Andrea Kimi Antonelli in ihrem W17 das Maß aller Dinge und drückten dem Sprint-Qualifying mit Bestzeiten in allen Sessions den Stempel auf.

Die Konkurrenz war diesmal näher dran, aber nur marginal: Statt acht Zehntelsekunden Rückstand wie in Melbourne waren es diesmal nur sechs Zehntel, die Lando Norris im McLaren auf die Silberpfeile fehlten.

Vierter wurde Lewis Hamilton (Ferrari) vor Oscar Piastri (McLaren) und Charles Leclerc (Ferrari). Enttäuschend verlief das Qualifying für Max Verstappen (Red Bull), der hinter Pierre Gasly (Alpine) nur Achter wurde.

Vor allem der Rückstand von Red Bull ist dabei eklatant: 1,7 Sekunden fehlten dem Niederländer auf die Polezeit, Teamkollege Isack Hadjar (10.) war sogar 2,2 Sekunden langsamer als Russell und fuhr hinter Oliver Bearman (9./Haas) die langsamste Zeit in SQ3.

Das Wichtigste in aller Kürze

Ergebnis: Sprint-Qualifying
Startaufstellung: Sprint
Fotos: Grand Prix von China 2026

Was ist in SQ1 passiert?

Zunächst einmal: Es gab keine Überraschungen. Im Grunde sind die sechs Fahrer ausgeschieden, von denen man es nach den bisherigen Eindrücken auch erwarten konnte. Neben Neuling Cadillac und Aston Martin, die immerhin problemlos teilnehmen konnten, erwischte es auch die beiden Williams, die bislang nicht in Tritt kommen.

Carlos Sainz wurde kurz vor Schluss noch von Franco Colapinto aus den Top 16 gedrängt und verpasste den Einzug in SQ2 um rund anderthalb Zehntelsekunden. Alle anderen hatten keine Chance, denn schon seinem Teamkollegen Alexander Albon fehlte eine halbe Sekunde auf Sainz. Der Thailänder verbremste sich in Kurve 11 kapital und schied aus.

Bei Aston Martin konnte Fernando Alonso das teaminterne Duell gegen Stroll um mehr als eine halbe Sekunde gewinnen. Sein Rückstand auf die Spitze betrug aber immer noch 2,5 Sekunden.

Die letzte Startreihe belegen am Sonntag die beiden Cadillacs von Valtteri Bottas (+4,3 Sekunden Rückstand) sowie Sergio Perez, der aufgrund eines Problems mit dem Benzinsystem gar nicht erst am Qualifying teilnehmen konnte.

Die Bestzeit ging an Mercedes-Pilot George Russell, der gleich in seinem ersten Versuch die schnellste Runde setzte. Dahinter lagen die beiden Ferraris von Lewis Hamilton und Charles Leclerc, die dafür aber einen zweiten Run benötigten.

Wenig ging bei Max Verstappen: Er beschwerte sich über furchtbare Schaltvorgänge und eine Fahrbarkeit, die eine "Katastrophe" war, und landete als Elfter außerhalb der Top 10.

Ausgeschieden: 17. Carlos Sainz (Williams), 18. Alexander Albon (Williams), 19. Fernando Alonso (Aston Martin), 20. Lance Stroll (Aston Martin), 21. Valtteri Bottas (Cadillac), 22. Sergio Perez (Cadillac)

Was ist in SQ2 passiert?

Das war richtig knapp für Red Bull! Max Verstappen und Isack Hadjar kamen als Neunter und Zehnter gerade so in den letzten Abschnitt - wobei Verstappen in der letzten Kurve durch den Kies räuberte und sich über einen Alpine beschwerte, der nach der Haarnadelkurve auf der Ideallinie bummelte.

Gerade einmal 0,015 Sekunden fehlten Nico Hülkenberg auf Hadjar, womit er erneut als Elfter knapp am Einzug in die Top 10 scheiterte. Aber auch Verstappen hätte es erwischen können, lag er doch nur knapp eine halbe Zehntelsekunde vor Hadjar.

Letzte Angriffe von Esteban Ocon und Liam Lawson gingen ebenfalls ins Leere, sodass Red Bull durchatmen konnte.

Bitter für Hülkenberg: Er musste ohne Funk auskommen. "Das war ein Blindflug, und ich habe die Dinge dann selber gemanagt", verrät er bei Sky. "Das ging eigentlich relativ gut, aber es ist natürlich nie optimal, keine Kommunikation zu haben. Die letzten Feinheiten, die man dann normal noch verbessert, sind natürlich ausgeblieben in dem Fall."

An der Spitze gab es das übliche Bild mit den beiden Mercedes von George Russell und Andrea Kimi Antonelli vor einem Ferrari - diesmal von Charles Leclerc.

Ausgeschieden: 11. Nico Hülkenberg (Audi), 12. Esteban Ocon (Haas), 13. Liam Lawson (Racing Bulls), 14. Gabriel Bortoleto (Audi), 15. Arvid Lindblad (Racing Bulls), 16. Franco Colapinto (Alpine)

Was ist in SQ3 passiert?

Mercedes gab gleich früh das Tempo vor: Antonelli und Russell setzten gleich einmal die Richtmarken. Die Zeit von 1:31.520 Minuten von Russell war noch einmal sieben Zehntel schneller als die bisherige Bestzeit des Wochenendes, Antonelli sortierte sich mit 0,360 Sekunden Abstand dahinter ein.

Die Konkurrenz hatte es schwer: Ferrari sortierte sich dahinter ein, wobei Leclerc bereits 1,2 Sekunden Rückstand hatte. Das war aber immer noch besser als Verstappen, dem 1,7 Sekunden fehlten.

In seinem zweiten Versuch nach einer Cooldown-Runde konnte sich Russell nicht verbessern, Antonelli aber schob sich ein paar Hundertstel näher heran, ohne aber wirklich gefährlich zu werden.

Erst danach kamen die ersten Versuche von McLaren. Nachdem sich Gasly plötzlich vor Verstappen setzte, knackte Norris die beiden Ferrari knapp. Sein Teamkollege Oscar Piastri war eine Zehntelsekunde langsamer als er und schob sich zwischen die beiden Ferraris auf Rang fünf.

Am hinteren Ende des Feldes konnte Oliver Bearman den Red Bull von Isack Hadjar schlagen.

Gibt es noch Untersuchungen?

Ja. Ärger droht Andrea Kimi Antonelli und Pierre Gasly. Antonelli soll Norris in SQ2 in Kurve 1 im Weg gestanden haben, im Falle von Gasly war es Verstappen, der sich ausgangs der Haarnadel behindert gefühlt hatte.

Beide Szenen werden von den Kommissaren noch geprüft. Womöglich kommt es noch zu Strafversetzungen.

So geht es weiter beim Grand Prix von China

Am Samstag (14. März) absolviert die Formel 1 ab 4 Uhr MEZ den Sprint. Um 8 Uhr gehen die 22 Fahrer ins Qualifying für den Grand Prix.

Der Höhepunkt am Wochenende ist der Grand Prix am Sonntag (15. März) ab 8 Uhr MEZ.

Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich an allen Tagen jeweils um 14 Uhr mit der Analyse zum Tagesgeschehen auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Motorsport-Total.com

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