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GP von Miami: Sprint McLaren feiert beim Sprint in Miami einen Doppelsieg
LAT Images

Norris souverän - kein Mercedes auf dem Podium

McLaren feiert beim Formel-1-Sprint in Miami einen souveränen Doppelsieg, der schon am Start entschieden wurde - Nico Hülkenberg schon vor Start raus

Nachdem Mercedes am Freitag im Sprint-Qualifying erstmals Federn lassen musste, ging auch der Sieg im Sprintrennen erstmals nicht an die Silberpfeile: Lando Norris heißt der Sieger beim Formel-1-Sprint in Miami .

Der Weltmeister setzte sich ungefährdet vor seinem McLaren-Teamkollegen Oscar Piastri und Ferraris Charles Leclerc durch, die die weiteren Plätze in den Top 3 belegten.

Für Mercedes blieben nur die Ränge vier und sechs. Antonelli erwischte wieder einmal einen schlechten Start und verlor in der ersten Runde mehrere Positionen, sodass seine Chancen auf den Sieg schon früh dahin waren.

Zwar fuhr er auf Rang vier ins Ziel, allerdings bekam er im Nachhinein noch eine Fünf-Sekunden-Strafe, da er zu oft die Tracklimits missachtet hatte, wodurch er hinter Max Verstappen (Red Bull) auf Rang sechs gespült wurde.

Der Niederländer selbst lieferte sich einen engen Zweikampf mit Lewis Hamilton (Ferrari) und setzte sich am Ende vor dem Briten durch. Der letzte Punkt ging an Pierre Gasly (Alpine).

Nico Hülkenberg konnte nach einem Defekt an seinem Fahrzeug gar nicht erst am Sprintrennen teilnehmen, genau wie auch Racing-Bulls-Pilot Arvid Lindblad.

Wie fiel die Entscheidung um den Sieg?

Auf jeden Fall diesmal nicht mit Jojo-Racing. Im Grunde war der Käse aus Sicht von Norris nach dem Start gegessen. Er behauptete die Führung vor Teamkollege Piastri und brachte diese ungefährdet ins Ziel. Der Australier hielt stets Respektabstand und griff nie an. Stattdessen musste Piastri eher in den Rückspiegel zu Leclerc schauen.

Wie lief der Start?

Wie zuvor schon oft kam Antonelli aus der ersten Reihe überhaupt nicht gut weg, wodurch er McLaren eine Doppelführung schenkte. Selbst Teamkollege Russell schoss am Italiener vorbei, der jedoch in der ersten Kurve wieder vor den zweiten Mercedes kam.

Dahinter kamen sich Lewis Hamilton, Max Verstappen und Franco Colapinto in die Quere, wobei der Red Bull im Sandwich der anderen beiden war, sich schlussendlich aber durchsetzen konnte.

Antonelli kämpfte danach gegen Leclerc, um diesen für Rang drei zu überholen, was dem Monegassen aber missfiel: "Kimi ist so schlecht im Zweikampf", schimpfte er am Funk. "Wir werden noch einen Unfall bauen."

Ansonsten kam es aber zu keinen Zwischenfällen in der ersten Runde.

Welche Zwischenfälle gab es im Sprint?

Der größte Aufreger war wohl ein Zweikampf zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton in Runde acht. Verstappen griff am Ende der Gegengerade an, fuhr dabei aber neben die Strecke und nahm den Ferrari mit. Der beschwerte sich, dass er neben der Strecke überholt wurde - aber Verstappen gab ihm die Position noch in der gleichen Runde wieder zurück.

Wenig später verlor der Haas von Esteban Ocon, das mitten auf der Gerade lag und von Alexander Albon (Williams) aufgesammelt wurde. Der Thailänder fuhr wenig später an die Box, um sich einen neuen Frontflügel zu holen.

Warum bekam Antonelli eine Strafe?

Eigentlich war Antonelli auf Rang vier ins Ziel gekommen, wurde aber nachträglich auf Rang sechs zurückgestuft. Der Italiener hatte während des Sprints mehrfach gegen die Tracklimits verstoßen. Zwischenzeitlich hatte er bereits eine Verwarnung erhalten, doch aufgrund eines weiteren Vergehens in Kurve 11 bekam er schließlich die Strafe.

Davon profitierten George Russell und Max Verstappen, die auf Rang vier und fünf aufrückten.

Warum konnte Nico Hülkenberg nicht mitfahren?

Nach technischen Problemen an der Box ging Audi-Fahrer Nico Hülkenberg vor dem Start zum Sprint auf die Strecke, kam aber nicht weit: Auf der Fahrt in die Startaufstellung begann sein Audi R26 erst zu qualmen und dann zu brennen, mit Verdacht auf Antriebsschaden. Hülkenberg stellte sein Auto deshalb am Streckenrand ab und stieg aus. Damit war seine Nicht-Teilnahme am Miami-Sprint besiegelt.

Auch für Arvid Lindblad gab es keinen Sprint: Der Racing-Bulls-Pilot hätte eigentlich aus der Box starten sollen, nahm aber das Rennen nicht auf.

Warum gab es eine Schweigeminute vor dem Start?

Die Formel 1 erinnerte mit einer Schweigeminute an den am 1. Mai verstorbenen Alessandro Zanardi. Der Italiener hatte als ChampCar-Fahrer in den USA seine größten Motorsport-Erfolge erzielt und zweimal den Titel gewonnen. In der Formel 1 konnte sich Zanardi dagegen nicht durchsetzen: In 41 Rennen holte er nur einmal Punkte.

Motorsport-Total.com

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