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Horner über F1-Comeback Fotomontage: So könnte Christian Horner als Ferrari-Teamchef aussehen
Getty (KI-Fotomontage)

Horner liebäugelt mit Ferrari

Eigentlich will Christian Horner nur noch als Anteilseigner in die Formel 1 zurückkehren, bei Ferrari würde der 52-Jährige aber eine Ausnahme machen

Lange war es still um Christian Horner, den langjährigen Erfolgsteamchef von Red Bull in der Formel 1. Seit der österreichische Getränkekonzern im Juli 2025 seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst hat (der übrigens noch sechs Jahre gelaufen wäre), gab es zwar immer wieder Gerüchte, dass er sich mit seinem inzwischen stattlichen Privatvermögen als Investor bei einem Team einkaufen könnte. Er selbst vermied es aber, etwa in großen Interviews in Erscheinung zu treten.

Das ist jetzt anders, denn am 22. Oktober 2026 erscheinen mit dem Buch "Drive" seine persönlichen Memoiren , und weil die verkauft werden wollen, sucht Horner die Promotion. Vermutlich aus diesem Grund gab er der Londoner Zeitung The Times dieser Tage ein großes Interview.

In diesem verrät Horner, was man im Formel-1-Paddock ohnehin schon wusste - nämlich dass er sich eine Rückkehr in einen Rennstall nur dann vorstellen kann, wenn er als Shareholder beteiligt wäre. So, wie das heute schon bei Toto Wolff und Mercedes der Fall ist, oder, in geringerem Ausmaß, bei seinem langjährigen Weggefährten Adrian Newey bei Aston Martin.

Horner: "Kann es mir leisten, wählerisch zu sein"

"Ich war ja Angestellter. Ich bin 21 Jahre an der Boxenmauer gesessen. Das brauche ich nicht mehr", stellt Horner, inzwischen auch 52 Jahre alt, klar. "Ich bin in der sehr privilegierten Position, dass ich es mir leisten kann, wählerisch zu sein. Wenn ich im Leben nichts mehr mache, kann ich mir den Rest meiner Tage Gedanken drüber machen, ob es regnen wird oder nicht, und ob der Rasen dann grün ist. Aber würde mich das erfüllen? Nein."

Am konkretesten waren in den vergangenen Monaten die Spekulationen, die Horner und etwaige Geschäftspartner mit einem Einstieg beim Alpine-Team in Verbindung brachten. Bislang haben sich diese nicht materialisiert - offiziell für beendet erklärt wurde das Thema aber auch nie. Zwischendurch war auch mal von einem Angebot von Aston Martin die Rede.

Leisten könnte er sich ein derartiges Investment vermutlich. Zwar hat Horner in seinen Anfangsjahren bei Red Bull nur einen Bruchteil seiner späteren Gehälter verdient. Aber am Ende seiner Teamchef-Jahre verdiente er weit mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr, und die Abfindung bei seiner Vertragsauflösung mit Red Bull soll wegen der langen Restlaufzeit rund 90 Millionen Euro hoch gewesen sein.

Horner macht klar, dass er durchaus nochmal Lust auf die Formel 1 hätte, sollte für ihn die richtige Tür aufgehen: "Ich habe das Gefühl, dass noch ein weiterer Tanz in mir steckt", sagt er. Und: "Die Tatsache, dass sie nach 14 Monaten, in denen ich aus dem Sport raus war, immer noch von mir reden, zeigt, dass die Nachfrage da ist. Vielleicht war ich ja gar nicht so unpopulär."

Es sind vermutlich auch persönliche Rechnungen, die Horner begleichen möchte. Seinen alten Arbeitgeber Red Bull besiegen, der ihn fallen lassen hat wie eine heiße Kartoffel, als es wegen der "Horner-Affäre" ungemütlich wurde. Und im besten Fall mehr verdienen als sein "Lieblingsfeind" Toto Wolff: "Toto muss verdammt nochmal ordentlich die Haare zerzaust bekommen", grinst er.

Nur für ein Team würde er eine Ausnahme machen ...

Die Bedingung, nur als Investor zurückzukehren, würde Horner nur bei einem einzigen Team nicht stellen: "Ferrari", sagt er, "ist die größte Marke in der Formel 1. Das ist der Traum. Und Ferrari ist der schlafende Riese der Formel 1."

Kontakt zwischen Horner und Ferrari soll es in der Vergangenheit Medienberichten zufolge schon mehrfach gegeben haben. Vor mehr als 15 Jahren war Adrian Newey in Maranello im Gespräch, und Horner soll in Italien gewesen sein, um einen Wechsel im Doppelpack zu verhandeln. Daraus wurde jedoch nichts.

Und dann gab es im Mai 2025 nochmal Medienberichte über eine Kontaktaufnahme seitens Ferrari, die Horner damals weglächelte: "Mein Italienisch ist schlechter als das Englisch von Flavio [Briatore]. Wie sollte das funktionieren?"

Motorsport-Total.com

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