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IndyCar Barber 2026 Mick Schumacher hat endlich ein IndyCar-Rennen ohne Probleme zu Ende gebracht
Penske Entertainment

Schumacher blass - Teamkollege glänzt auf P3

Mick Schumacher fährt endlich ein IndyCar-Rennen ohne Zwischenfälle zu Ende, das Ergebnis ist dennoch dürftig - Teamkollege Graham Rahal auf dem Podium

Aller guten Dinge sind vier: Mick Schumacher (RLL-Honda; 24.) hat endlich ein IndyCar-Rennen ohne einen Zwischenfall absolviert. Dennoch ist der vorletzte Platz nach einem Rennen ohne Gelbphasen ein blasses Ergebnis, denn Teamkollege Graham Rahal (RLL-Honda; 3.) lieferte eine brillante Show. Ironischerweise schlug Schumacher aber seinen anderen Teamkollegen, Louis Foster (RLL-Honda; 25.).

Schumacher machte beim Start einen Platz gut und lag im ersten Stint an 19. Stelle. Rahal Letterman Lanigan Racing holte ihn bereits frühzeitig nach 14 Runden rein, um auf den weichen Reifen zu wechseln. Eigentlich galt dieser vor dem Rennen als bevorzugter Reifen, völlig überraschend erwies sich der "Alternate" jedoch in diesem Rennen als nachteilig.

Schumacher fiel in diesem Stint auf den letzten Platz zurück. Es wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass er danach auf den harten Reifen wieder Boden gutmachen würde. Überraschenderweise aber ließ RLL ihn auch in den letzten beiden Stints auf dem nachteiligen weichen Reifen, wodurch er nicht mehr weiter nach vorn kam. Er überholte lediglich Louis Foster, der eine Vierstoppstrategie fuhr und damit auf die Nase fiel.

Schumacher hatte durch sein Q1-Aus mehrere Sätze frischer weicher Reifen übrig. Doch Rennsieger Alex Palou (Ganassi-Honda; 1.) zog sogar zehn Runden alte harte Reifen den frischen weichen Firestones vor.

Dennoch sammelte Mick Schumacher wertvolle Erfahrungen auf dem weichen Reifen für die Zukunft. Er war diesmal fast das ganze Rennen über in Kämpfe verwickelt, darunter mit Dennis Hauger (Coyne-Honda; 23.) und Sting Ray Robb (Juncos-Chevrolet; 22.). Da Caio Collet (Foyt-Chevrolet) 21. wurde, war Schumacher aber auch schwächster Rookie, nachdem er sich noch vor Hauger und Collet qualifiziert hatte.

McLaren-Crew kostet Lundgaard möglichen Sieg

Schumacher hatte zwischenzeitlich noch eine wichtige Aufgabe: Beim letzten Boxenstopp war er zeitgleich mit Alex Palou drin. Da Graham Rahal noch im Rennen um den Sieg war, lieferte er sich mit dem amtierenden Meister einen spannenden Kampf am Boxenausgang, den Palou mit seiner Erfahrung für sich entschied.

Dennoch wäre für Palou das Rennen an dieser Stelle fast verloren gewesen, denn Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet; 2.) war schneller und auf einer besseren Strategie. Der Däne hatte sich von Startplatz zehn mit einer starken Pace bis auf den zweiten Platz vorgearbeitet und versuchte einen Overcut gegen den Ganassi-Piloten.

Da Palou auch nach dem Kampf mit Schumacher im Verkehr stecken blieb, lag bereits ein Lundgaard-Sieg in der Luft. Doch dann wurde er beim letzten Boxenstopp zu früh von der Luftlanze gelassen, das rechte Hinterrad war noch nicht fixiert. Lundgaard verlor 17 Sekunden und alle Chancen auf den Sieg. Er fiel auch noch hinter Rahal zurück, überholte diesen kurz vor Schluss aber wieder.

Beinahe hätte Rahal das Podium noch verloren, denn nun wurde David Malukas (Penske-Chevrolet; 4.) bei ihm vorstellig. Malukas, der erst sein viertes Rennen bei Penske fuhr, hatte sich sehr viel Push-to-Pass aufgehoben. Er hatte noch mehr als 90 Sekunden von der Überholhilfe, Rahal war bereits fast einstellig.

Dennoch gelang es dem Routinier, die verbliebenen Sekunden so clever einzusetzen, dass Malukas nicht mehr vorbeikam. Damit feierte der 37-Jährige seinen ersten Podiumsplatz seit dem August-Rennen in Indianapolis 2023.

Kyle Kirkwood (Andretti-Honda; 5.) verteidigte seine Tabellenführung, doch Palou ist nun auf zwei Punkte an ihn herangekommen. Die Top 10 komplettierten Marcus Armstrong (Meyer-Shank-Honda; 6.), Scott Dixon (Ganassi-Honda; 7.), Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet; 8.), Marcus Ericsson (Andretti-Honda; 9.) und Josef Newgarden (Penske-Chevrolet; 10.).

Die IndyCar-Serie macht nun drei Wochen Pause und fährt wieder am 19. April, dann steht der Klassiker in Long Beach auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

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