MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Reaktion auf Eklat-Statement Franco Colapinto reagiert auf Jeremy Clarksons Provokation gelassen
LAT Images

Colapinto reagiert auf Eklat-Statement von Jeremy Clarkson

"Bestrafen, weil er Argentinier ist" - Mit diesen Worten hat Jeremy Clarkson bei der Formel 1 in Austin für Ärger gesorgt - Franco Colapinto reagiert nach dem Rennen

"Ich glaube, er macht schon immer solche Witze." - Franco Colapinto zeigt sich unbeeindruckt von den spitzen Bemerkungen des britischen Moderators Jeremy Clarkson und dessen abfälliger Bemerkung, den Argentinier aufgrund seiner Nationalität zu bestrafen.

Der frühere Top-Gear-Star war beim Formel-1-Rennen in Austin als Gast von Alpine vor Ort und sorgte am Rennwochenende mit einer Äußerung gegenüber Sky für Aufsehen: "Franco hat eine Startplatzstrafe bekommen, weil er Argentinier ist. Wahrscheinlich. Nun, ich würde ihm jedenfalls eine dafür geben. Aber das liegt nur an dem, was passiert ist, als wir dort waren."

Clarkson spielte damit auf Colapintos tatsächliche Versetzung wegen des Wechsels von Motorenkomponenten an - und auf das Patagonia-Special seiner damaligen Sendung aus dem Jahr 2014, als Ärger um ein provokantes Nummernschild zum Abbruch der Dreharbeiten in Südamerika führte.

Nach dem Rennen auf die Vorfälle angesprochen, zeigt sich Colapinto gelassen: "Das hat natürlich nichts mit dem Team zu tun. Er hat auf eigene Faust ein Interview gegeben, das hat keinen Bezug zum Team. Ich glaube, er macht schon immer solche Witze. Ich kenne ihn nicht wirklich, aber man hat es mir erzählt."

Er habe die Aussagen selbst gar nicht richtig gesehen, habe aber gehört, dass sein Manager Jamie Campbell-Walter etwas in den sozialen Medien veröffentlicht habe.

"Ich denke, wir müssen uns einfach auf uns selbst konzentrieren", betont er. "Ich versuche natürlich, die Situation zu verbessern. Dazu braucht es die Hilfe von vielen Leuten, nicht nur von mir. Wir werden sehen, wo wir landen, aber ja, optimal ist es sicher nicht."

Ex-GT-Pilot Jamie Campbell-Walter kritisiert Clarksons Bemerkung auf X scharf: "Jeremy Clarksons Äußerungen über Francos Nationalität waren völlig inakzeptabel. Für solche Bemerkungen ist in der Formel 1 kein Platz, unabhängig davon, wer sie macht oder ob sie als Scherz gemeint sind."

"Wir haben hart daran gearbeitet, Respekt zu fördern und Feindseligkeiten sowie Beleidigungen ein Ende zu setzen. Dieser Respekt muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Wir können von niemandem verlangen, sich verantwortungsbewusst zu verhalten, wenn wir gleichzeitig solche Äußerungen von prominenten Persönlichkeiten akzeptieren, die unseren Sport besuchen."

"Franco und seine Anhänger verdienen Besseres als das. Lassen wir nicht zu, dass dies die Fortschritte zunichte macht, die wir erzielt haben, und stehen wir über böswilligen Kommentaren."

Dritter Ausfall in vier Rennen

Auch sportlich verlief der Sonntag für den Alpine-Pilot nicht nach Wunsch. In der 25. Runde kam es in Kurve 1 zu einer Kollision mit Arvid Lindblad. Der Racing Bulls wollte außen an Colapinto vorbei, wobei sich Lindblads linker Seitenkasten und Colapintos rechte Front berührten. Der Alpine drehte sich und musste später aufgeben.

"Pierre [Gasly] kam gerade aus der Box, und ich habe versucht, Arvid hinter mir zu halten, damit Pierre vorne bleiben kann", schildert Colapinto die Szene. "Wir waren zu dritt nebeneinander und ich wurde komplett eingeklemmt, sodass mein Auto völlig beschädigt wurde. That's Racing."

Der komplette Seitenkasten und der Unterboden seien kaputt gewesen: "Ich bin von weit hinten gestartet und von Anfang an hat es nicht wirklich funktioniert. Ich habe mich für den harten Reifen entschieden, um zu sehen, ob wir etwas Interessantes machen können, aber das ging nicht."

Dennoch blickt er optimistisch nach vorne: "Ich freue mich auf Mexiko, um das Ruder herumzureißen, die Strafen zu vermeiden und wieder ins Ziel zu kommen."

Mit dem Ausfall in den USA musste Colapinto zum dritten Mal in den vergangenen vier Rennen vorzeitig aufgeben. Nach dem Massencrash in Baku und einem mutmaßlichen Antriebsproblem in Singapur waren das so viele Ausfälle wie in seiner gesamten bisherigen Formel-1-Karriere zusammen.

Seine Rennpace beschreibt der Alpine-Fahrer am Wochenende dennoch als "sehr stark" und hofft daher auf gute Ergebnisse bei den anstehenden Rennen in Mexiko und Brasilien.

Alpine hatte nach Clarksons Äußerungen noch vor dem Rennen umgehend mit einer Stellungnahme reagiert: "Wir bei Alpine sind uns der Kommentare bewusst, die ein Teamgast in einem kürzlichen Fernsehinterview in Austin abgegeben hat. Franco ist unser Fahrer und hat unsere volle Unterstützung."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

DTM-Rennen Hockenheim 2

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026!

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026: Dem Manthey-Pilot reicht der dritte Platz hinter Maro Engel und Teamkollege Ricardo Feller, um seinen zweiten Titel zu feiern

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026

Lando Norris' bittere Realität

Verliert McLaren den Anschluss?

Lando Norris ist nach dem Wochenende in Austin ernüchtert: Red Bull hat in der Konstrukteurs-WM gleichgezogen und McLaren auf Rang vier verdrängt

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch