Teamchef macht Druck | 31.03.2026
Teamchef macht Druck: Die FIA muss endlich handeln!
McLaren-Teamchef Andrea Stella deutet an, dass der Unfall von Oliver Bearman in Suzuka vermeidbar gewesen wäre - Eine "einfache Lösung" gebe es jedoch nicht
Der schwere Unfall von Oliver Bearman sei leider "keine Überraschung" gewesen, sagt McLaren-Teamchef Andrea Stella nach dem Großen Preis von Japan. Der Haas-Pilot war dort heftig gecrasht, weil er dem langsamen Alpine von Franco Colapinto vor sich ausweichen musste.
"Was den Vorfall mit Oliver betrifft, so ist diese Situation meiner Meinung nach keine Überraschung, wenn man bedenkt, wie hoch die Annäherungsgeschwindigkeit sein kann, wenn ein Auto vom Gas geht oder einen Superclip hat, während das andere Auto Energie abgibt", so Stella.
"Das haben wir bereits bei den Testfahrten gesagt", betont der Teamchef, der damit in die gleiche Kerbe schlägt wie auch Carlos Sainz. Dem Spanier war laut eigener Aussage ebenfalls klar, "dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein solcher Unfall passiert".
Bearman war am Sonntag rund 50 km/h schneller als Colapinto, als es zum Crash kam. Diese hohen Geschwindigkeitsunterschiede sind eine Folge des neuen Reglements, weshalb Stella den Weltverband (FIA) nun auffordert, endlich eine Lösung für das Problem zu suchen.
"Wir wollen nicht erst abwarten, bis etwas passiert, um Maßnahmen zu ergreifen. Heute ist also etwas passiert", so der McLaren-Teamchef, der betont: "Wir tragen die Verantwortung dafür, Maßnahmen zu ergreifen, die insbesondere unter Sicherheitsgesichtspunkten umgesetzt werden sollten."
Stella gesteht: Gibt keine einfache Lösung
Zwar vermeidet es Stella, die FIA direkt zu attackieren. Doch seine Botschaft ist klar: Der Bearman-Unfall hätte vermutlich verhindert werden können, denn die Problematik war bereits seit einiger Zeit bekannt. Trotzdem wurden bis jetzt keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen.
Der Punkt stehe "auf der Agenda der FIA im Hinblick auf die Aspekte des Reglements für 2026, die verbessert werden sollten", weiß Stella. Doch er wünscht sich, dass dieses Thema nun mit Priorität behandelt wird - und nicht nur als eines von vielen auf einer Liste steht.
"Das sollte ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt werden", fordert er und erklärt: "Dies ist ein Fall, der mit einer gewissen analytischen Herangehensweise untersucht werden sollte. Ich glaube nicht, dass es eine einfache Lösung gibt."
Vielmehr "könnte es eine Kombination verschiedener Faktoren sein, die dafür erforderlich sind", so der McLaren-Teamchef, der jedoch betont: "Wir verfügen über das Fachwissen und die Ingenieure, und es gibt die notwendigen Variablen, um Maßnahmen zu ergreifen."
"Ich denke, dass dies ein Thema sein wird, das in den Treffen zwischen der FIA, den Teams und der Formel 1 während der Pause behandelt werden wird", so Stella. Das nächste Meeting aller Beteiligten ist bereits für den 9. April angesetzt.

















