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MotoGP Jerez 2026 Alex Marquez hat seinen Vorjahressieg in Jerez wiederholt
JORGE GUERRERO / AFP via Getty Images

Marc Marquez crasht - Alex Marquez triumphiert

Alex Marquez gewinnt den Grand Prix von Spanien souverän - Marco Bezzecchi und Fabio Di Giannantonio auf dem Podest - Marc Marquez stürzt schon in Runde zwei

Alex Marquez ist der große Sieger des Grand Prix von Spanien in Jerez. Der Gresini-Ducati-Fahrer gewann sein Heimrennen vor Marco Bezzecchi (Aprilia) und Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati). MotoGP-Weltmeister Marc Marquez stürzte in der zweiten Runde.

Für das lange Rennen über 25 Runden entschieden sich alle vorne und hinten für den Medium-Reifen. Regen war im Gegensatz zum Samstag kein Thema. Rund 96.500 Fans sorgten auf den Tribünen für eine spanische Fiesta.

Beim Start gewann Marc Marquez von der Poleposition den Holeshot und übernahm vor Bezzecchi und Alex Marquez die Führung. Aber noch in der ersten Runde wurde der Aprilia-Fahrer in der Angel-Nieto-Kurve von Alex Marquez überholt.

Auch Jorge Martin (Aprilia) hatte eine starke erste Runde und war vom zehnten Startplatz schon Vierter. In der zweiten Runde bremste Alex seinen Bruder Marc in der Dani-Pedrosa-Kurve aus und übernahm die Führung.

Kurz darauf stürzte Marc Marquez in der schnellen Rechtskurve 11 im vierten Sektor. Seine Ducati überschlug sich mehrfach im Kiesbett, aber der Weltmeister blieb unverletzt und stand sofort wieder auf seinen Beinen.

Somit führte nach zwei Runden Alex Marquez vor Bezzecchi, Martin und Di Giannantonio. In Runde vier schnappte sich der Italiener Platz drei von Martin in der Pedrosa-Kurve.

Alex Marquez konnte sich in der Anfangsphase an der Spitze nicht absetzen, denn Bezzecchi folgte ihm mit etwa einer halben Sekunde Rückstand. Aber nach acht Runden betrug die Lücke plötzlich eine Sekunde.

Bagnaia scheidet mit technischem Problem aus

Für das Ducati-Werksteam kam es nach dem Sturz von Marc Marquez noch schlimmer. In der 13. Runde wurde Francesco Bagnaia plötzlich langsam. Er fiel vom neunten auf den letzten Platz zurück und gab an der Box auf.

Seit neun Grands Prix wartet das Werksteam aus Borgo Panigale auf einen Podestplatz. Umso besser lief es für das Satellitenteam Gresini. Nach 15 Runden hatte Alex Marquez schon zwei Sekunden Vorsprung auf Bezzecchi.

Bezzecchi erstmals in dieser Saison geschlagen

Dabei blieb es auch. Alex Marquez beendete die Siegesserie von Bezzecchi und Aprilia, die fünf Grands Prix andauerte. Erstmals seit vergangenem Oktober, als Alex Marquez in Malaysia gewann, siegte wieder ein Ducati-Fahrer.

"Es ist schwer, das in Worte zu fassen", sagt der 30-Jährige. "Wir hatten einen schwierigen Saisonstart, aber dieses Wochenende - auch mit der Pause davor - hat uns neuen Schwung gegeben."

"Für mich war klar: von Anfang an pushen, die Führung übernehmen und meinen Rhythmus fahren. Der Rhythmus war bis zum Ende gut, konstant im 1:37er-Bereich. Ein großes Dankeschön an das Team!"

Mit Platz zwei baute Bezzecchi seinen WM-Vorsprung auf Martin auf elf Punkte aus. "Nach gestern war es wichtig, heute ein gutes Rennen zu fahren, auch weil wir das ganze Wochenende über gewisse Probleme hatten", sagt der Italiener. "Es war nicht einfach, aber wir haben eine starke Leistung gezeigt."

"Alex war heute für mich zu schnell. Glückwunsch an ihn, er hat es verdient. Ich habe alles gegeben. Die Fans waren großartig, auch zu mir. Ich weiß, ich bin kein Spanier, aber danke für die Unterstützung. Jetzt konzentrieren wir uns auf Le Mans."

Als Dritter holte Di Giannantonio seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison. Bereits in Brasilien war der Italiener Dritter. "Natürlich muss ich zufrieden sein", sagt der VR46-Fahrer. "Am Ende war es ein sehr gutes Wochenende."

"Zum ersten Mal sind wir hier so konkurrenzfähig. Darüber freue ich mich. Aber ich glaube, wir haben bei der Abstimmung etwas liegen lassen. Ich selbst habe die Bedingungen aber falsch eingeschätzt und mich für die falsche Option entschieden."

Die weiteren Positionen

Martin kam als Vierter ins Ziel, gefolgt vom Trackhouse-Aprilia-Duo Ai Ogura und Raul Fernandez. Das Teamduell wurde erst in der letzten Runde entschieden, als Ogura erfolgreich in der Pedrosa-Kurve überholte.

Johann Zarco (LCR-Honda), der aus der ersten Reihe gestartet war, wurde Siebter. Die Top 10 komplettierten Enea Bastianini (Tech3-KTM), Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) und Pedro Acosta (KTM) .

Mit den Plätzen elf bis 15 sammelten auch Brad Binder (KTM), Franco Morbidelli (VR46-Ducati), Luca Marini (Honda), Fabio Quartararo (Yamaha) und Joan Mir (Honda) WM-Punkte.

Außerhalb der WM-Punkte kamen Alex Rins (Yamaha), Diogo Moreira (LCR-Honda), Jack Miller (Pramac-Yamaha), Toprak Razgatlioglu (Pramac-Yamaha) und Augusto Fernandez (Yamaha) ins Ziel.

Mit diesem Ergebnis hat Marc Marquez bereits 44 WM-Punkte Rückstand auf Bezzecchi .

Der nächste Grand Prix findet am 10. Mai auf dem Bugatti-Circuit Le Mans in Frankreich statt .

Motorsport-Total.com

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