Rallycross, Melk: Vorschau | 15.04.2026
Rallycross-Saisonstart in Melk
Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.
FIA Zentraleuropa-Meister als Topfavorit bei den Supercars
Spannung in vielen Klassen erwartet
Rallycross bietet Motorsport mit Stadionfeeling
Mit der Teilnehmerliste bin ich sehr zufrieden. 100 Rennautos können wir vom Platz- und Zeitplan her gut managen. Jetzt freue ich mich auf ein spannendes Rennwochenende“, erklärt Hans-Peter Freinberger, Obmann des Veranstalterclubs Leru Team 2. In der Königsklasse der Supercars gibt es einen klaren Favoriten für den Tagessieg: Zbigniew Staniszewski. Der Pole hat die letzten sechs Titel in der FIA Zentraleuropa-Meisterschaft gewonnen und die Saison 2026 gleich mit einem Sieg am Osterwochenende in Ungarn eröffnet. Er vertraut auf einen vom Österreicher Manfred Stohl entwickelten Ford Fiesta mit 600 PS, der in rund zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt – schneller als ein Formel-1-Auto. Um die weiteren Stockerlplätze kämpfen mehrere Piloten: Ales Fucik aus Tschechien startet mit einem VW Polo, der amtierende österreichische Staatsmeister Werner Gurschler aus Südtirol bringt ebenso wie Rekordmeister Alois Höller einen Ford Fiesta an den Start. Erstmals dabei ist der Waldviertler Norman Ganser, der ebenfalls einen hochmodernen Ford Fiesta pilotiert. Auch die Lokalmatadore möchten beim Heimrennen vorne mitmischen: Rene Derfler (Mitsubishi Lancer Evo) aus Melk und Gerald Eder (Škoda Fabia) aus Hofamt Priel sind immer für eine Überraschung gut und werden mit ihren PS-Monstern den Wachauring zum Beben bringen.
Wer holt den ersten Saisonsieg?
Insgesamt stehen beim Rallycross Melk powered by Lexus acht verschiedene Rennklassen am Start. Von den topmodernen Supercars über die historischen Fahrzeuge der Histo-RX bis hin zum nur 75 PS starken Peugeot-206-Markenpokal, in dem Jugendliche ab 14 Jahren Rennen fahren können, ist alles vertreten. Bei den großen Tourenwagen über 2?Liter Hubraum hofft Karl Schadenhofer aus Landfriedstetten in einem VW Polo mit Turbomotor und Heckantrieb auf einen Heimsieg. Starke Konkurrenz bekommt er vom pfeilschnellen Ungarn Tibor Vamosi (BMW E36 Turbo) und vom Waldviertler Daniel Pfeiffer. „Wir haben in den letzten beiden Jahren das Auto komplett überarbeitet, der Test in Melk Ende März war sehr vielversprechend. Auf Schotter ist mit mir zu rechnen“, zeigt sich der Škoda-Fabia-Pilot angriffslustig. Bei den Tourenwagen bis 2?Liter Hubraum ist Staatsmeister Josef Strebinger aus Puchberg am Schneeberg der Gejagte. „Leider ist bei meinem regulären Auto der Motor noch nicht fertig geworden. Ich werde in Melk den Škoda Fabia aus der Europameisterschaft einsetzen und versuche, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, um in der Meisterschaft Anschluss zu halten“, so Strebinger. In der seriennahen Kategorie National 1600 tummeln sich besonders viele Sieganwärter. Marcel Strobl pilotiert einen Citroën Saxo und zählt ebenso zu den Favoriten wie die Suzuki-Swift-Piloten Michael Kittel, Reinhard Kaineder und die schnellste Lady der Klasse, Nina Spitaler.
Vorteil Rallycross: Action zum Anfassen
Wie kaum eine andere Motorsportart ist Rallycross überaus zuschauerfreundlich. Die Strecken sind rund einen Kilometer lang und fast vollständig einsehbar – das ist echtes Stadionfeeling! In Melk kann man den gesamten Kurs umrunden und die Rennaction aus verschiedenen Perspektiven verfolgen. Darüber hinaus ist der Besuch des Fahrerlagers im Ticketpreis inbegriffen – dort stehen die Idole für Selfies und Benzingespräche bereit.












