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Teil 14: Weil´s Spaß macht

Michi Gamauf

Holland 1985: Startplatz 10 für Niki Lauda - aber Formel 1 ist, was man draus macht

Diese Story hat ihren Ursprung 1984: Für Niki Lauda war es damals verdammt knapp: Aber der große Österreicher schaffte es tatsächlich noch einmal:

In letzter Sekunde schnappte er seinem Teamkollegen Alain Prost den WM-Titel vor der Nase weg. Noch am Sieges-Podest versprach Lauda, dem Franzosen nächstes Jahr zu helfen. Durch den Titelgewinn hatte der Unternehmer seine Fluglinie mehr oder weniger aus der Krise geführt und fuhr die nächste Saison sowieso nur noch Formel 1, weil er einen gültigen Vertrag mit McLaren hatte.

Während Prost 1985 tatsächlich dominierte, fuhr Lauda meistens im Mittelfeld herum, wenn ihn sein Bolide nicht gerade in Stich ließ. Auch in Zandvoort reichte es wieder einmal nur für Startplatz 10 und der dreifache Weltmeister hing eher lustlos in der Box herum.

Am Renntag kam Unterstützung aus der Heimat: Freund Herbert Völker sah, dass Motivation not tat und klopfte Lauda voller Begeisterung auf die Schulter: "Heute g"winnst, Niki, heut" packst sie alle...". Niki Nazionale schlief das Gesicht ein.

Das Rennen: Polemann Nelson Piquet verpatzte den Start, Lauda kam besonders gut weg: Gleich in der ersten Kurve fand er sich auf Platz 5 wieder.

Und da war er wieder: der unbedingte Wille zum Sieg, die Leistung von Platz 10 auf 5 vorzukommen, verdiente ihre würdige Fortsetzung. Und schließlich wollte Lauda seinen Freund Herbert nicht enttäuschen. Herbert, der gekommen war, um ihn siegen zu sehen!

All diese Umstände führten zu einem unglaublichen Motivationsschub, der 3-fache Weltmeister fuhr Runde um Runde wie ein Besessener und war plötzlich an der Spitze.

Auch ein verpatzter Reifenstop - er bekam zu harte Reifen montiert - konnte die Sensation nicht mehr verhindern: Prost war zwar deutlich schneller in der Endphase, aber Lauda ließ ihm keine Chance zu überholen - jetzt war er dran.

Mit allen Tricks, die er so auf Lager hatte, hielt er den Franzosen hinter sich und siegte beim GP von Holland mit einem Vorsprung von 0.232 Sekunden. Auf die Frage, warum er Alain Prost nicht vorbei gelassen habe, antwortete der glückliche Sieger: "Alain schafft es heuer auch alleine..."

Und so war es dann auch: Alain Prost wurde 1985 Weltmeister - und auch noch 1986, 1989 und 1993.

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