MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Teil 18: Bernie ging in die Knie

Michi Gamauf

Saison 1977: Alle lachten über die "Gelben Kaffeetassen" - und Ecclestone beugte sich der BMW Power

1977 brachte Renault den Turbo Motor in die Formel 1. Die Konkurrenz war sichtlich beeindruckt von der außergewöhnlichen Leistung, trotzdem sprach man dieser Technologie jegliche Zukunft ab:

Niemand glaubte, dass man die Zuverlässigkeit und vor allem die Fahrbarkeit jemals in den Griff bekommen könnte. Und tatsächlich: Die "gelben Kaffeetassen" – wie die Renault Boliden spöttisch bezeichnet wurden – verbrachten mehr Zeit in der Box, als auf der Rennstrecke.

Doch die Franzosen bleiben hartnäckig, schließlich zog auch Ferrari nach. Im Qualifying war der Turbo schon nicht mehr zu schlagen und wenn ein Turbo durchkam, dann meistens als Sieger.

Bernie Ecclestone – damals Besitzer des Brabham Rennstalles – hasste die Turboentwicklung. Aber auch er stellte um: 1982 wurde Nelson Piquet‘s Brabham von einem BMW Turbo Motor angetrieben.

Die Anfangsprobleme waren gigantisch und gipfelten in absurden Situationen: In Detroit verpasste der amtierende Weltmeister Piquet die Qualifikation um volle zwei Sekunden. Angesichts dieser Pleite wollte Ecclestone sofort wieder den Cosworth Saugmotor einbauen.

BMW Rennleiter Dieter Stappert setzte den F1 Zampano Ecclestone jedoch unter Druck: "Entweder jetzt BMW oder nie mehr BMW." Nach zähen Verhandlungen gab Ecclestone schlussendlich knirschend klein bei.

Eine Woche später gewann Nelson Piquet übrigens mit demselben Motor souverän den Grand Prix von Kanada in Montreal...

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Kurioses Finale in Monaco

Antonelli gewinnt nach Rennabbruch!

Gebrochener Asphalt, Zeitstrafen und Ausfälle von Verstappen und Leclerc, aber Kimi Antonelli lässt sich von all dem nicht aus der Ruhe bringen

Bekommt Gasly Podium zurück?

FIA-Anhörung um Podium von Gasly steht

Die FIA hat bestätigt, dass noch in dieser Woche über die Aufhebung der Strafen verhandelt wird, die Pierre Gasly in Monaco einen Podiumsplatz gekostet haben

Keine umklappenden Flügel

FIA streicht für Monaco aktive Aerodynamik

Die FIA hat beim Formel-1-Rennen in Monaco keine Zonen für den Straightline-Modus vorgesehen, weshalb es in Monte Carlo keine umklappenden Flügel geben wird

GP von Monaco: 2. Fr. Training

Ferrari wieder doppelt vorn

Ferrari belegte wie im ersten Training die ersten beiden Plätze, während Mercedes nicht über die Positionen vier und fünf hinauskam - Frühes Aus für Lando Norris

Das gibt eine Ermahnung von Toto Wolff: George Russell und Kimi Antonelli haben im Kanada-Sprint Erinnerungen an Rosberg vs. Hamilton wach werden lassen