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Arrows am Ende

Der letzte verbliebene Investor hat seinen Vertrag gekündigt, damit ist das Arrows-Team nur noch ein Teil der Formel-1-Geschichte…

Der letzte Funke Überlebenshoffnung ist verglüht. Oliver Behring, Geschäftsführer der 'German Grand Prix Racing GmbH' gab am Donnerstag bekannt, dass er die Verträge mit dem Arrows-Team gekündigt hat, da es nun doch nicht zu dem versprochenen Treffen mit der Formel-1-Kommission kommen wird, bei dem der 37-Jährige aus Bremen-Weyhe das Unmögliche möglich machen wollte und dem Team zu einer Starterlaubnis verhelfen wollte.

Der Motorsportweltverband FIA hatte die Lizenz für die kommende Saison am 2. Dezember offiziell abgelehnt, da man eine finanzielle Stabilität des mit rund 100 Millionen Euro verschuldeten Rennstalls nicht erkennen konnte.

Behring wollte mit einem bis heute unbekannten arabischen Scheich für rund 50 Millionen Euro 60 Prozent des Rennstalls übernehmen, aber erst dann, wenn das Team über eine Lizenz verfügt – ein Teufelskreislauf, den man nicht durchbrechen konnte.

"Ich habe seit Tagen keinen Kontakt zu Arrows bekommen und sehe angesichts der fortgeschrittenen Zeit keine Zukunft mehr für das Team, selbst wenn doch noch die Lizenz erteilt würde", wird Behring von der 'dpa' zitiert, der zusammen mit Arrows das Team korrekt für die Saison 2003 angemeldet hatte und auch die notwendigen 300.000 Euro Einschreibungsgebühr zahlte.

Nun könne er gegenüber seinen Geldgebern eine Aufrechterhaltung des Ende Oktober unterzeichneten Vertrages nicht mehr verantworten.

Damit ist endgültig sicher, dass Arrows 2003 in der Formel 1 nicht antreten wird. Längst wurde allen Mitarbeitern gekündigt, man hatte sowieso keinen Motorpartner und keinen Hauptsponsor für die kommende Saison.

Zurzeit steht Teamchef Tom Walkinshaw in London vor dem Obersten Gerichtshof und muss sich gegen Vorwürfe des Vertragsbruches gegen den Investor und Anteilseigner Morgan Grenfell wehren.

Auch die Ex-Fahrer Heinz-Harald Frentzen und Jos Verstappen sowie Ex-Motorpartner Cosworth werden vor Gericht versuchen, ihre ausstehenden Zahlungen einzutreiben. Das Gericht dürfte 'Arrows Grand Prix International' in den kommenden Wochen endgültig für bankrott erklären.

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