MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Cosworth-Motoren für Minardi

Das Minardi-Team hat 2003 genau so viel PS wie Jordan, der Einjahresvertrag beinhaltet eine Option auf eine weitere Zusammenarbeit.

Nach einem Jahr mit Asiatech-Werksmotoren kehrt das Minardi-Team wenig überraschend zu Cosworth-Kunden-Triebwerken zurück. Das Team schloss einen Einjahresvertrag mit Option auf einen Ausbau der Zusammenarbeit aus. "Wir werden den gleichen Motor nutzen, den Arrows in der vergangenen Saison verwendet hat. Der Motor wird den Namen Cosworth CR-3 tragen", so Minardi-Pressesprecherin Stefania Torelli gegenüber 'F1Total.com'. Damit wird man 2003 über genau so viel PS verfügen wie das Jordan-Team, das den gleichen Motor erhalten wird.

Die Motorenschmiede Cosworth, die komplett dem Ford-Konzern gehört, ist für das Minardi-Team wahrlich kein unbekannter Partner. 1985 gab das kleine Minardi-Team in der Formel 1 sein Debüt – mit Cosworth-Motoren. In elf von 17 Saisons in der Formel 1 waren die Italiener mit Cosworth-Motoren am Start und man konnte zwischen 1988 und 1999 insgesamt 21 Punkte zusammen einfahren.

Eine enge Verbindung gibt es auch zu European Formula Racing-Operation von Teamchef Paul Stoddart. So erwarb man die Rechte an den VJ- und JD-Formel-1-Motoren und nutzte diesen Motor zur Weiterentwicklung in der European Motor-Abteilung in Ledbury. Unter dem Namen "European" war der VJ-Motor in der Saison 2001 im Minardi PS01 eingebaut, mit dem man in der vergangenen Woche noch einmal testete. Der etwas ältere Cosworth JD-Motor steckt im Heck der acht Doppelsitzer, die das Team im Rahmen des Minardi F1x2-Projektes nutzt.

"Das Minardi-Team ist extrem froh, eine Vereinbarung mit Cosworth Racing getroffen zu haben, die das Unternehmen unseren offiziellen Motorpartner für die Saison 2003 werden lässt", so Teamchef Paul Stoddart. "Die Entscheidung erneuert wertvolle Verbindungen, die das Team zwischen Ford und Cosworth Racing über die Jahre hinweg aufgebaut hat und wird Minardi mit dem ganz klar konkurrenzfähigsten Motor in der 19-jährigen Geschichte in der Formel 1 ausstatten. In Kombination mit dem neusten Chassis bin ich mir sicher, dass wir in der kommenden Saison ein sehr starkes Chassis haben werden."

"Wir bei Cosworth Racing sind erleichtert, dass wir erneut mit Minardi arbeiten werden", so Commercial Director Bernard Ferguson. "Wir haben über die Jahre hinweg eine starke Beziehung genossen, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt beruht hat. Ich bin mir sicher, dass das Team stärker werden wird und wir sind stolz, zu dieser aufregenden Zeit für Minardi die Motorwahl zu sein."

Der erste Cosworth Racing V10-Motor wird in Kürze in die Minardi-Fabrik in Faenza geliefert, wo die Arbeit am Chassis für 2003 in vollem Gange ist. Nach der Bekanntgabe ist klar, dass im kommenden Jahr mit Jaguar, Jordan und Minardi drei Teams auf Cosworth-Power setzen werden.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Der Weltverband FIA hat die Formel-1-Fahrer um Feedback gebeten und zeigt sich offen für Anpassungen: Dennoch sei "neunzig Prozent" der Arbeit bereits gut erledigt

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war

GP von Australien: Bericht

Russell gewinnt F1-Auftakt in Australien!

Ferrari machte George Russell das Leben in der Anfangsphase richtig schwer, am Ende war es für Mercedes aber der erwartete Auftaktsieg in Australien

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln