MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Jean Todt im Gespräch

Der Ferrari-Rennsportdirektor über die Stimmungslage der Scuderia, die Reifenproblematik, und wen er 2002 als Haupt-Gegner im Titelfight erwartet.

Bernhard Eder

Die letzten beiden Formel-1-Saisonen waren die erfolgreichsten der Ferrari-Geschichte. Zweimal en suite das Double gewonnen – mehr geht nicht. Die Befürchtung, dass der Siegeshunger der Scuderia gestillt ist, hat Jean Todt nicht.
"Unser Team ist nach wie vor top-motiviert", gibt sich der rote Rennsport-Direktor überzeugt. "Wir wollen auch heuer wieder die Weltmeisterschaft gewinnen, wissen aber natürlich, dass das ganz schön schwierig wird."

Im Unterschied zu den Vorjahren hat Ferrari heuer zwei Testfahrer, Luca Badoer und Luciano Burti, auf der Gehaltsliste – warum das? Todt: "Wir müssen uns verstärkt der Weiterentwicklung der Bridgestone-Reifen widmen und werden daher mehr Testkilometer als im Vorjahr abspulen."

"Aus diesem Grund haben wir unser Testteam verstärkt. In Anbetracht der Tatsache, dass wir heuer das einzige Bridgestone-Spitzenteam sind, müssen wir eine führende Rolle bei der Reifenentwicklung einnehmen."

"Michelin muss sich zwei Top-Teams widmen, und das könnte ein Problem sein, das für Bridgestone nicht existiert. Auf der anderen Seite werden wir nicht mehr den Vergleich haben wie im Vorjahr, und das kann für uns problematisch sein."

Wen sieht Todt eigentlich als Hauptrivalen im Kampf um das dritte WM-Double en suite? "Schwer zu sagen, wir kennen noch nicht das Potential aller neuen Autos. Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, dass ein Rennstall leistungsmäßig aufschließt, der 2001 nicht top war."

"BMW-Williams ist jenes Team, das im Vorjahr den größten Sprung nach vorne gemacht hat. Ich denke, dass sie auch in der kommenden Saison sehr stark sein werden. Nicht zu vergessen auf McLaren. In Melbourne werden wir ja sehen, wie die Krafteverhältnisse sind."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Max Verstappen findet bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain deutliche Worte zum neuen Reglement: Es sei wie "Formel E auf Steroiden" und mache "keinen Spaß"

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Drohende Reduktion bleibt aus!

Mercedes-AMG präsentiert DTM-Aufgebot 2026

Mercedes-AMG präsentiert seine DTM-Aufstellung für die Saison 2026: Was aus der drohenden Fahrzeugreduktion wurde und welche Änderungen es bei den Teams gibt

Bahrain-Test: Tag 3

Mercedes mit doppelter Bestzeit

Mercedes fuhr am letzten Tag der ersten Testwoche gleich doppelt die Bestzeit, hatte aber erneut kleinere Probleme - Lewis Hamilton löst rote Flagge aus

Am ersten Testtag der Formel 1 in Bahrain machten die alten Favoriten die Bestzeit unter sich aus - Williams nach Barcelona-Abstinenz mit den meisten Runden