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Muss Lauda den Hut nehmen?

Glaubt man britischen Medienberichten, könnte Niki Lauda heute Mittag offiziell bei Jaguar entlassen werden.

Übereinstimmenden britischen Pressemeldungen zu Folge hat die Ford Motor Company Jaguar-Teamchef Niki Lauda den Laufpass gegeben.

Der Österreicher hatte erst im August 2001 als Nachfolger von Bobby Rahal bei den Grünen das Ruder übernommen. Doch auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister konnte in den Augen des Mutterkonzerns, der erst kürzlich versicherte, das Engagement in der Formel 1 weiterhin aufrecht zu erhalten, scheinbar nicht ausreichend gute Arbeit verrichten.

Ford hat für 11 Uhr Ortszeit (12 Uhr MEZ) in London eine Pressekonferenz einberufen, auf der Richard Parry-Jones, Ford Vize-Präsident, und Jaguar-Berater Jackie Stewart anwesend sein werden. Sollte sich die Kündigung Niki Laudas bestätigen, so müsste das Team innerhalb von vier Jahren den fünften Teamchef verpflichten.

Parry-Jones war im Mai damit beauftragt worden, innerhalb von drei Monaten das Formel-1-Projekt genau zu untersuchen und einen Plan auszuarbeiten, wie man das Team nach vorne bringen kann. Erst am vergangenen Freitag kündigte man an, dass 30 bis 60 Mitarbeiter angesichts der schwierigen Lage bei Jaguar Racing ihren Hut nehmen müssen – der millionen-schwere Lauda könnte nun dazu gehören.

Erst vor rund zwei Jahren hatte Jaguar mit der Kündigung von Bobby Rahal eine drastische Personalumstrukturierung vorgenommen. Mit sofortiger Wirkung hatte die Führungsriege, damals bestehend aus Neil Ressler und Bobby Rahal, Anfang Dezember 2000 eine ganze Reihe von Angestellten der Technik-Abteilung des Jaguar-Werks in Milton Keynes entlassen. Auf der Liste standen Gary Anderson, Technischer Direktor, die Renningenieure Andy le Fleming, Rob Gearing und Gerry Hughes, Elektrikspezialist Andy Rice und Designer Dave Rendall. Jetzt sind weder Neil Ressler noch Bobby Rahal an Bord.

Neben Lauda verstärkte sich das Team vor 16 Monaten mit einem neuen Technischen Direktor (Steve Nichols, ehemals McLaren), einem Chefdesigner (John Russell, ehemals Williams) und einem Aerodynamikspezialisten (Mark Handford, ehemals Lola). Nun steht offenbar die nächste Personalumstrukturierung auf dem Programm. Für die Saison 2003 verpflichtete das Team mit Mark Webber und Antonio Pizzonia zwei neue Fahrer, die heute mit den Testfahrten in Spanien beginnen.

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