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Berger: „Wurz hat seine Chance gehabt“

Im ORF hat Gerhard Berger offen über Österreich’s F1-Hoffnungen nachgedacht: Wenig Chancen für Wurz & Friesacher. Zukunft für Klien.

Gerhard Berger nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Der Mann sagt, was er denkt – und das sogar in der Öffentlichkeit. Dieser seltene und äußerst beliebte Offenheitsdinausaurus der Medienwelt war am Sonntag zu Gast in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“. Dort wurde er über die Chancen verschiedener österreichischer Hoffnungsträger in Sachen GP-Pilot gefragt...

Als Nachwuchshoffnung kann man Alexander Wurz ja nicht mehr bezeichnen – trotzdem gilt der Perchtoldsdorfer immer noch als möglicher GP-Fahrer für die Saison 2004. Bekanntlich ist Wurz Testpilot bei McLaren und möchte aber unbedingt ein Comeback an den Rennwochenenden feiern, Jaguar soll Wurz auf der Wunschliste stehen haben.

Gerhard Berger glaubt nicht ganz an ein Renncomeback von Wurz – auch bei einem Jaguar-Einsteig rechnet der Tiroler nicht mit Sensationellem, Wurz habe „nicht die fahrerischen Möglichkeiten“ - und: „Alex hat seine Chance gehabt, diese jedoch nicht genützt. Er macht aber als McLaren-Testpilot einen ausgezeichneten und zudem gut bezahlten Job.“ Berger riet Wurz, bei McLaren als Testpilot zu verweilen.

Auch an einen Formel 1-Aufstieg des österreichischen Formel 3000-Piloten Patrick Friesacher mag Gerhard Berger nicht so recht glauben: „Patrick hat gezeigt, dass er Talent hat. Aber er hat die Resultate nicht gebracht.“ Friesacher ist seit 2001 in der F3000 unterwegs und konnte erst in der abgelaufenen Saison sein erstes Rennen gewinnen, davor waren seine Ergebnisse etwas dürftig.

Die größten Chancen gibt Gerhard Berger dem Formel 3-Euroseries-Vizemeister und F3-Zandvoort-Sieger Christian Klien – Berger sagt: „Klien hat heuer seine Leistungen gebracht. Jaguar oder Jordan wäre für ihn eine gute Lösung.“ Dass der 20jährige Vorarlberger noch zu jung für die Königsklasse sein könnte, wischt Berger vom Tisch: „Ich traue auch Leuten mit 19, 20, 21 Jahren einiges zu“.

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