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Die Formel 1 am Ring?

Seit Ende der 90er-Jahre geistert im Kopf von Österreichs Dreifach-Champion die Idee eines GP in Wien umher, jetzt wiederholte Niki seinen Wunsch...

Michael Noir Trawniczek

Niki Lauda wünscht einen Wechsel – keine Kühe mehr, sondern die berühmten Wiener Fiaker sollen künftig den Rahmen für den Grand Prix von Österreich darstellen. Die Idee hat Lauda schon vor längerer Zeit geboren, jetzt bekommt das Thema nach der endgültigen Kündigung des, theoretisch bis 2006 laufenden, Vertrags mit dem A1-Ring durch die FOA respektive durch Bernie Ecclestone wieder Aktualität.

Gegenüber Motorsport Aktuell erklärte Lauda: „Wir brauchen keinen Kuh-GP. Wir brauchen etwas Attraktives.“ Lauda möchte die Wiener Ringstrasse befahren, der Kurs würde über „drei Schikanen, eine Haarnadel und Geraden mit Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h“ beinhalten, wie Lauda erklärt. Es soll sogar die Auffahrtsrampe zum Parlament mit einbezogen werden.

Lauda wiederholte seine Forderung nach einem Stadtrennen in Wien: „Das war sicher kein Jux. Stadtrennen sind seit Jahrzehnten ein Erfolg, wie ja auch Monte Carlo zeigt.“ Eine gute und lustige Idee – doch in Wien sehen das nicht alle so: „So etwas wäre in Wien möglich, wenn die Verantwortlichen es wollen. Aber als ich damals mit der Idee gekommen bin, hat man sofort gesagt, Wien ist eine Kultur- und keine Rennsport-Hauptstadt und das Thema war damit sofort wieder vom Tisch."

Eines scheint aber ganz sicher zu sein: Würden die Formel 1-Boliden an den heiligen Kulturstätten Staatsoper und Burgtheater vorbeirauschen, müssten die eingangs erwähnten und sensiblen Huftiere - deren Leben darin besteht, Touristen durch die Wiener Innenstadt zu transportieren, Abgase zu inhalieren und den Verkehr lahm zu legen - an dem Rennwochenende aufgrund ihrer sensiblen Ohren wohl in der Garage oder besser im Stall bleiben...

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