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Finanzhilfe für Minardi und Jordan

Die Krise in der Formel 1 nimmt immer bizarrere Formen an. Sowohl Hersteller, als auch Bernie Ecclstone sollen dafür in die Tasche gegriffen haben.

Nach der Pleite von Prost und Arrows sind der Formel 1 nur noch zehn Teams erhalten geblieben. Ohne Hilfe von Außen wären im Verlauf des Jahres vermutlich auch Jordan und Minardi aus der "Königsklasse des Motorsports" verschwunden, was für alle Beteiligten dramatische Folgen gehabt hätte. Kein Wunder also, dass man Jordan und Minardi unter die Arme griff, ohne dies groß an die Glocke zu hängen.

Nach Informationen des Schweizer 'Blick' zahlte man insgesamt rund 38 Millionen Euro an die beiden unterfinanzierten Teams. Rund 12 Millionen Euro stammen aus den Einnahmen aus dem Verkauf von TV-Rechten die ursprünglich dem Arrows-Team zugestanden wären.

Rund 14 Millionen Euro soll Formel-1-Boss Bernie Ecclestone höchstpersönlich berappt haben. Die restlichen rund 12 Millionen Euro zahlten sechs der sieben Werkteams. Lediglich das Jaguar-Team soll nichts zahlen, da die Schwesterfirma Cosworth beide Rennställe bereits mit Motoren ausrüstet – im Falle von Jordan auf jeden Fall subventioniert und vermutlich hat auch Minardi einen Sonderpreis erhalten.

Dass Formel-1-Boss Bernie Ecclestone als Retter einsprang ist logisch, denn er garantiert den Streckenbetreibern, Fernsehveranstaltern und Sponsoren, dass er mit mindestens 20 Autos an den Start geht.

Die Hersteller wiederum haben sich im Concorde Agreement dazu verpflichtet, dass man wegfallende Teams durch den Einsatz eines dritten Autos ersetzen wird, wenn die magische Grenze von 20 Autos unterschritten wird. Durch die Finanzspritze kann man viel höhere Kosten vermeiden.

Nach Informationen des Blattes soll sich Teamchef Frank Williams sogar für Sauber, das dritte verbliebene Privatteam, eingesetzt haben und fragte, warum man eigentlich den Schweizern kein Geld zukommen lässt:

"Wir können sie doch nicht bestrafen, weil sie gut arbeiten", wird Williams zitiert. Doch Peter Sauber lehnte ab, will aus den Problemen bei Jordan und Minardi keinen Profit ziehen. Jedoch hofft er, dass ihm Jordan nicht Sponsor 'Red Bull' wegschnappt: "Dann fehlt nämlich mir dieses Geld (geschätzte 10 Millionen Euro)!"

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