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Grand Prix von Großbritannien gefährdet

Dem traditionellen Formel-1-Rennen in Silverstone könnte das selbe Schicksal wie Spa blühen, bereits 2004 droht es aus dem Kalender zu fallen.

Während in Bahrain und China die Vorbereitungen für die Formel-1-Premieren im kommenden Jahr auf vollen Touren laufen und man sich in der Steiermark Hoffnungen macht, ab 2005 wieder mit der Königsklasse zu Gast zu haben, spitzt sich die Lage um den klassischen Grand Prix von Großbritannien immer weiter zu.

Martin Brundle, Vorsitzender des britischen Rennfahrerklubs BRDC, dem die Rennstrecke in Silverstone gehört, befürchtet, dass eine Streichung aus dem Kalender schon nächstes Jahr drohen könnte, wie er der Nachrichtenagentur 'Reuters' in einem Interview mitteilte: "Ich denke, man muss den britischen Grand Prix nach diesem Jahr in Frage stellen. Es ist jedenfalls keine kurzfristige Lösung der Angelegenheit in Sicht."

Um Silverstone gibt es schon seit Jahren Diskussionen: 2000 sorgte das Schlamm-Chaos auf den Parkplätzen für Unruhe, 2001 und 2002 die katastrophale Verkehrsanbindung und zuletzt die Ankündigung, wonach die amerikanische Agentur Interpol ihre Tochterfirma Octagon Motorsports abstoßen möchte. Octagon muss aber laut Vertrag mit Ecclestone in den nächsten 15 Jahren den Grand Prix veranstalten, der daher momentan gefährdet ist.

Der BRDC sieht sich als nicht kommerzielle Organisation nicht dazu in der Lage, das Rennen eigenständig durchzuführen, was der Situation zusätzliche Brisanz verleiht. Es sei aber "einfach bizarr" und daher kaum denkbar, so Brundle, dass beispielsweise in der Türkei ein Grand Prix gefahren wird, in England aber nicht. Bekanntlich operieren sieben der zehn aktuellen Teams zumindest teilweise von der Insel aus.

Brundles größte Befürchtung ist, dass Silverstone das Rennen auf Dauer verlieren könnte, wenn man es verabsäumt, für 2004 rasch eine Lösung zu finden. Die Erfahrung hat ja gezeigt, dass es Länder nicht leicht haben, wieder in den Kalender aufgenommen zu werden, wenn sie erst einmal gestrichen wurden. Zusätzlich steht Silverstone unter Druck, weil die Anlagen bei weitem nicht mehr den "Standards" entsprechen, die beispielsweise von Sepang oder Indianapolis gesetzt werden.

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