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Mit "Breitreifen" der Konkurrenz davon?

Das Geheimnis um die erstarkten BMW-Williams Boliden scheint gelüftet, das Team setzt einen regelkonformen Reifen mit größerer Aufstandsfläche ein.

Seit dem Großen Preis von Monaco in Monte Carlo ist das BMW-Williams-Team stärker und stärker geworden. Mit Ausnahme des Rennens in Kanada, siegte man in den letzten vier Grand Prix und holte auf dem Nürburgring und in Magny-Cours sogar einen Doppelsieg.

Die Konkurrenz, allen voran Ferrari, die den Nimbus der Unbesiegbarkeit schon längst verloren haben und nun Gefahr laufen auch die beiden Weltmeisterschaftstitel nicht erfolgreich verteidigen zu können, rätseln seit Wochen über die Gründe für die weiß-blaue Überlegenheit.

Ist es der BMW-Motor im Heck des FW25 der den zu Saisonbeginn als "Schildkröte" titulierten Boliden zu den jüngsten Höchstleistungen angetrieben hat? Hat Williams im Windkanal bei der Aerodynamik den Stein der Weisen gefunden? Oder sind es doch "nur" die Reifen?

Das Geheimnis um die widererstarkten BMW-Williams wurde nun gelüftet. Nicht etwa eine spezielle Substanz der Michelin-Reifen ist es die den Bridgestone-bereiften Konkurrenten im Verlaufe eines Rennwochenendes, also mit jeder gefahrenen Runde in der mehr Gummiabrieb auf den Asphalt gelangt, den Speed raubt, sondern ein speziell für den FW25 entwickelter Pneu.

Laut Angaben des Fachmagazins 'auto, motor & sport' beliefert Michelin das BMW-Williams-Team seit dem Monaco-Grand Prix mit einem Vorderreifen der eine größere Auflagefläche besitzt und ungefähr 25 Millimeter breiter als die Bridgestone-Pneus sein soll.

Der französische Reifenpartner nutzt bei den speziell für BMW-Williams entwickelten Reifen die durch das Reglement vorgeschriebene Reifenbreite den Angaben zufolge beinahe bis auf den letzten Millimeter aus.

Die "Breitreifen" verleihen dem Williams-Boliden durch die größere Auflagefläche eine bessere Haftung in den Kurven, womit Ralf Schumacher und Juan-Pablo Montoya noch zügiger durch die kurvigen Streckenpassagen fahren können.

Allerdings erhöht sich durch die breiteren Vorderreifen auch der Luftwiderstand auf den Geraden, was im Fall von Williams aber durch die BMW-Power anscheinend wieder wettgemacht wird. Stellt sich nur die Frage, warum zum Beispiel nicht auch McLaren-Mercedes vom "Breitreifen" profitiert. Die Erklärung dafür ist laut David Coulthard einfach. Beim MP4-17D tritt mit diesem Reifen in den schnellen Kurven Übersteuern auf.

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