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Sao Paulo fragt: Wer soll das bezahlen?

In Sao Paulo hat ein Richter den Vertrag zwischen Veranstaltern & Stadt annulliert: Kein Gewinn, das Defizit müsste die Stadt bezahlen. Das Saisonfinale wackelt...

Es ist immer das selbe Lied, wenn es um Veranstalter und Formel 1-Rennen geht. Und es ist ein – Trauermarsch. Einen Grand Prix zu veranstalten sollte eigentlich bedeuten, mit einem kreativen Programm zu einem fairen Eintrittspreis die lokale Bevölkerung zu erfreuen und an der Welt des Motorsports teilhaben zu lassen. Doch so läuft es selten bis gar nicht. Veranstalter werden knapp gehalten, müssen Auflagen erfüllen und der Gewinn ist oft mickrig, weshalb dann auch die Eintrittspreise in die Höhe schnellen...

Während man in Melbourne auch in diesem Jahr wieder ein Verlustgeschäft zu beklagen hatte, dort Defizite von der Stadtkassa ausgeglichen werden und die örtliche Bevölkerung respektive ein Verein von Steuerzahlern bereits heftig dagegen protestiert, scheint nun auch in Brasilien Feuer auf dem Dach zu sein.

In Sao Paulo hat jetzt ein Richter den Vertrag zwischen den Veranstaltern und der Stadt für ungültig erklärt, da der Event ebenfalls Millionen aus der Stadtkassa beansprucht. In Sao Paulo gibt es 2004 Wahlen und da kommen defizitäre und aus Steuergeldern finanzierte Großveranstaltungen - bei welchen zugleich ein sogenannter Zirkusdirektor kräftig absahnt - weniger gut bei den Wählern an.

In Brasilien gibt es aber auch noch die Jacarepagua-Rennstrecke bei Rio de Janeiro, wo zuletzt 1996 ein Formel 1-rennen abgehalten wurde. In Rio zeigt man sich an einem Comeback der Königsklasse interessiert, doch auch dort gibt es Unklarheiten. In der Anlage der Rennstrecke soll nämlich das Athletendorf für die 2007 abgehaltenen Panamerican Games respektive die 2012 abgehaltene Olympiade entstehen, sollte diese den Brasilianern zugestanden werden.

Dass also 2004 das Saisonfinale in Brasilien stattfinden bzw. dass es im nächsten Jahr 18 Rennen geben wird, ist also nicht wirklich sicher...

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