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GP von Frankreich: Letzte Chance für Magny-Cours?

Magny-Cours gilt nicht gerade als die populärste Strecke im F1-Kalender, heuer will man mit vollem Programm mehr Zuschauer zum Frankreich-GP bringen.

Der Große Preis von Frankreich wird dieses Jahr am 4. Juli ausgetragen. Für die Franzosen, die lange um ihr Rennen gekämpft haben, ist dies ein denkbar schlechtes Datum: Am selben Tag findet das Wimbledon-Finale der Herren statt, die Tour de France nimmt nach dem Prolog ihre erste richtige Etappe in Angriff, und in Portugal steht das Finale der Fußball-Europameisterschaft an.

Die Veranstalter des GP von Frankreich sind also bemüht, den Fans ein attraktives Programm zu bieten. „Es werden am Sonntag vier Rennen stattfinden“, machte Jacques Régis, Präsident des französischen Motorsportverbands FFSA, klar. Konkret bedeutet das: Vor dem Formel-1-Rennen fahren die F3000-Boliden, die F3 Euro Series und der Porsche Supercup, außerdem findet ein Rennen mit historischen Formel-1-Rennwagen statt.

Doch trotz vollem Programm bei gleichzeitiger Senkung der Eintrittspreise kämpft Magny-Cours vor allem mit einem Problem: dem Image. „Wir müssen das Image von Magny-Cours ändern“, so die Parole von Régis. „Wir wollen nach dem harten Kampf im Winter den GP behalten. Das war wirklich nicht einfach, obwohl wir immer zuversichtlich waren. Glücklicherweise hat uns Bernie Ecclestone geholfen, was bei Max Mosley nicht der Fall war. Wir haben nun eine Organisationsstruktur geschaffen und uns für eine Strategie entschieden, den Fan zu privilegieren.“

Positiv ist ebenfalls, dass Magny-Cours in den nächsten sechs Jahren die Unterstützung der Region Burgund erhält. „Der GP von Frankreich beschert dem Staat 800.000 Euro, und den Gemeinden über eine Million“, so Régis. „Der GP ist ein Plus in der Region.“

Allerdings gibt es ein großes Fragezeichen: Reagieren die Fans auf das Programm? Kommen sie zur Rennstrecke? Denn: „Wenn wir es nicht schaffen, mehr als 50.000 Fans an die Strecke zu locken, werden wir den Grand Prix nicht fortsetzen“, sagte Régis der afp. Zum Vergleich: Letztes Jahr sahen 48.000 Zuschauer das Rennen. „Wir sind nicht so wie die bisherigen Organisatoren. Wir wollen nicht zuerst fünf Millionen verlieren, ehe wir das Handtuch schmeißen.“

Derweil hofft Régis, dass Michael Schumacher und Ferrari die Formel 1 nicht in Grund und Boden fahren, weil sonst das Zuschauerinteresse weiter zurückgeht. „Die Hälfte der Plätze sollte zwischen dem 15. Mai und 15. Juni verkauft werden“, so Régis. Vier Wochen, die viel über die Zukunft des Frankreich-GP entscheiden werden.

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