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"Ich sehe meine Zukunft weiter bei Red Bull Racing!"

Nach dem fünften Platz im Saisonfinale sieht sich Christian Klien auch 2006 bei Red Bull Racing. Ab Dezember wird der neue Red Bull-Ferrari RB2 getestet.

Michael Noir Trawniczek

"Mit Coulthard bin ich sehr zufrieden: Zehn Punkte von zehn! Von Klien hätte ich mir ein bissl mehr Kontinuität gewünscht. Dass in der zweiten Saisonhälfte die Performance nicht nachlässt. Aber 2005 war kein leichtes Jahr für ihn, wegen der Fahrerwechsel. Jetzt muss er zeigen, was er noch an Restpotential hat. An Erfahrung sicher. An Speed vielleicht. 2006 wird für ihn sehr entscheidend", sagte Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz in einem Krone-Interview - und zwar unmittelbar vor dem Rennen in Shanghai.

Der fünfte Platz im Saisonfinale, vor den Augen des Mr. Red Bull, kam also wie gerufen für den Hohenemser. Kein Wunder, dass Klien nach dem Rennen jubelte: "Das ganze Finale, die letzten Rennen waren sensationell..." Und: "Ein super Abschluss. Es war wegen der Cockpit-Teilung mit Tonio Liuzzi keine einfache Saison, weil lange kein Rhythmus zu Stande kam und es auch schwierig war, Selbstvertrauen zu erlangen."

Nachdem er in den beiden letzten Saisonrennen in Japan und China vor einer Woche mit Startplatz 4 sein bestes Qualifying-Ergebnis und am Sonntag mit Platz 5 sein bestes Rennergebnis erringen konnte, kann Christian Klien seiner Zukunft optimistisch entgegenblicken. Er sieht sich auch 2006 neben David Coulthard bei Red Bull Racing: "Ich stehe vor meinem dritten Formel-1-Jahr und sehe meine Zukunft weiter bei Red Bull Racing. Mit den Ferrari-Motoren können wir kommende Saison noch stärker sein."

Leben in die F1-Bude

Das Red Bull-Team hat in Shanghai standesgerecht die Saison ausklingen lassen. In einem Bambusdorf am Ufer des Huanpu-Flusses durften 1.500 Gäste, darunter zahlreiche Formel 1-Größen, miterleben, wie die großherzige Jury allen 20 Teilnehmerinnen einer "Formula Una"-Wahl (jeweils aus einem GP-Land plus eine Österreicherin) die in Aussicht gestellte Weltreise zugestand, weil sie sich für keine Siegerin entscheiden konnte. Dietrich Mateschitz höchstpersönlich schickte die 20 Mädchen auf Weltreise...

Die roten Bullen werden mit offenen Armen begrüßt, weil sie Leben in die staubtrockene Formel 1-Bude bringen. Mateschitz zur Krone: "Wenn einmal Bernie Ecclestone über uns sagt: 'They are good people!' - dann ist das in Ordnung."

Red Bull-Ferrari RB2 ab Dezember on track

Die roten Bullen agieren aber auch auf sportlicher Ebene auf Top-Niveau. Motorsportdirektor Dr. Helmut Marko bilanziert: "Wir haben in unserer ersten Saison 34 Punkte gemacht, das ist mehr als Jaguar in drei Jahren."

Damit es auch im kommenden Jahr weiter aufwärts geht, wird man den neuen Red Bull-Ferrari RB2, mit dem V8-Ferrarimotor, bereits ab Ende November, bei den Wintertests, auf die Teststrecke von Barcelona bringen. "Ob mit Coulthard oder Klien, entscheidet die Teamführung. Das ist beim ersten Mal nicht so wichtig", sagt Dietrich Mateschitz. Das Ziel für 2006: In der Team-WM vorkommen, ein Hersteller-Team schlagen...

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