MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

MidlandF1: Neubeginn auf frischer Plattform

In Shanghai endete die 15jährige Formel-1-Geschichte von Jordan. Nach der Umbenennung in MidlandF1 möchte man auf neuer Basis aufbauen.

"Es ist traurig, den Namen Jordan aus der Formel 1 verschwinden zu sehen, aber in den letzten Jahren wurde es immer schwieriger, wir konnten noch nicht einmal ein komplett neues Auto bauen", erinnert sich der technische Koordinator James Jey zurück.

"Wir wussten, dass es eine schwierige Saison werden würde", fügt Midland-Besitzer Alex Shnaider hinzu. "Wir übernahmen ein Team mit finanzieller Unordnung und hatten nur sehr wenig Zeit, um uns auf das erste Rennen in Australien vorzubereiten."

Trotz dieser Umstände ist der Midland-Boss mit der Lernkurve und der Fortschritten des Übergangsjahres 2005 zufrieden: "Unsere erste Saison kann demnach als voller Erfolg gewertet werden."

Für James Key war vor allem die großartige Zuverlässigkeit des EJ15B das Highlight des letzten Jordan-Boliden. "Obwohl wir nicht so konkurrenzfähig waren, wie wir es gerne gewesen wären, konnten wir einige starke Momente erleben. Eines der Highlights war zweifelsohne unsere Zuverlässigkeit." Aber auch die Entwicklungen am EJ15B gingen laut Key in die richtige Richtung und werden nun die Basis für den M16 bilden.

"Der Wechsel zu Midland gibt uns eine neue Möglichkeit, auf einer frischen Plattform neu zu beginnen", sagt er. "Wir müssen aber auch realistisch bleiben. Denn um regelmäßig in die Punkte zu fahren, benötigen wir einen großen Leistungsschritt." Der Zukunft blickt er dennoch sehr optimistisch entgegen.

Ob diese Zukunft auch Narain Karthikeyan und Tiago Monteiro beinhalten wird, steht noch nicht fest. Die beiden Rookies waren mit ihrer jeweiligen Debütsaison auf alle Fälle sehr zufrieden. "Die Saison war eine große Herausforderung", verriet der Inder, "aber ich konnte viel lernen."

Noch besser verlief das Jahr für den "Rookie of the Year" Tiago Monteiro. "Ich hätte mir kein besseres Debütjahr erträumen können", freut er sich. "Ich konnte 95% der 19 Rennen beenden und die meisten Kilometer aller Fahrer zurücklegen. Zudem stellte ich mit 16 Zielankünften in Folge einen neuen Rekord für einen Neueinsteiger auf."

Die beiden größten Erlebnisse waren aber dennoch sein Punktgewinn in Spa-Francorchamps sowie sein Podestplatz beim Petit Prix von Indianapolis. "Das war ein unerwarteter und großartiger Moment für uns", schwelgt er in Erinnerungen. "Es war fantastisch auf dem Podium zu stehen und die Mechaniker und Ingenieure jubeln zu sehen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Bahrain-Test2: Tag 2

Mercedes vorne - Alonso stellt ab

Während Mercedes weiter den Ton angibt und Fernando Alonso drei Stunden vor Testende Feierabend hat, sorgt Ferrari mit seinem Heckflügel für Aufsehen

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

"Sie machen damit einen Fehler"

Formel-E-Boss kritisiert neuen F1-Weg

Formel-E-Boss Alberto Longo freut sich über die erhöhte Aufmerksamkeit auf seiner Serie und glaubt nicht, dass sich die Formel 1 mit dem Weg einen Gefallen tut

Formel 1-Regeln: Straight Mode

Neuer "Straight Mode" wird beim Start verboten

Die Formel-1-Kommission diskutierte in der vergangenen Woche über mehrere sicherheitsrelevante Themen - Dabei ging es auch um den neuen "Straight Mode"