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Montoya: Die FIA war sehr hart zu mir

Ohne Gerichtsverhandlung und die Möglichkeit auf einen Einspruch wurde Juan Pablo Montoya mit der schwarzen Flagge aus dem GP von Kanada genommen.

In Paragraph 149 i) des Sportlichen Reglements der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft heißt es: "Während das Safety-Car auf der Strecke ist, dürfen teilnehmende Fahrzeuge in die Boxengasse fahren, das Rennen aber nur wieder aufnehmen, wenn am Ende der Boxengasse die grüne Ampel leuchtet. Dies wird immer der Fall sein, so lange nicht gerade das Safety-Car und das Fahrerfeld die Boxengasse und deren Ausgang passieren."

Im Gegensatz zu Norbert Haugs Annahme, dass dies eine "neue Regel" sei, in welcher dem Team noch "die Übung" fehlte, fand sich diese Regelung beispielsweise auch schon im letztjährigen Reglement wieder - damals noch als §164 i).

Was nicht in Zusammenhang mit dem hier geregelten Zwischenfall im Reglement steht, ist derweil die Bestrafung für ein etwaiges Vergehen. Am vergangenen Sonntag entschieden sich die Rennstewards dazu, Juan Pablo Montoya für sein Rotlichtvergehen mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen zu nehmen, was sowohl für Martin Whitmarsh als auch Juan Pablo Montoya "zu hart" war. Das Team hatte vielmehr mit einer Drive-Through-Strafe gerechnet.

"Es ist etwas unfair, aber es ist ihre Entscheidung und die müssen wir respektieren", blickt der Kolumbianer auf seine Disqualifikation zurück. "Über die Jahre hinweg habe immer ich eine Strafe bekommen, wenn etwas passiert ist", ärgert er sich dennoch, besonders in Anlehnung an jene Drive-Through-Strafe, welche ihn beim US Grand Prix 2003 alle Titelchancen raubte. "Egal ob Sie das mögen oder nicht, so ist es einfach."

Und was ist nun genau beim Verlassen der Box geschehen? "Als ich neben dem Pace Car wieder auf die Strecke ging, war ich etwas überrascht, da ich die rote Ampel und daneben eine blinkende blaue Ampel sah. Deshalb fuhr ich etwas langsamer."

Danach sprach Montoya per Boxenfunk mit seinem Team über die "seltsame Situation" und erhielt als Antwort, dass er dafür möglicherweise eine Drive-Through-Strafe erhalten würde. "Aus irgendeinem Grund entschied die FIA allerdings mich zu disqualifizieren. Sie waren ziemlich hart zu mir."

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