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30 Jahre siegreiche Formel 1-Motoren

Jubiläum bei Renault: Das Motoren-Entwicklungszentrum in Viry-Châtillon wird 30 Jahre alt. Dort wurde die Turbo-Ära eingeläutet, in der Folge wurden sieben Fahrer- und acht Marken-Titel erobert.

Foto: Renault

Jubiläum beim Renault F1-Team: Das Motorenentwicklungszentrum in Viry-Châtillon wird 30 Jahre alt. Die hier konzipierten und gebauten Triebwerke läuteten die Turbo-Ära in der Formel 1 ein und führten Renault zu sieben Fahrer- und acht Konstrukteursweltmeistertiteln.

„Die Wurzeln unserer heutigen Erfolge liegen in der Arbeit der Turbo-Pioniere vor rund drei Jahrzehnten“, erklärt Rob White, Technischer Direktor des Renault F1 Teams. „ Wir können stolz sein, diese Tradition fortführen zu dürfen, und wir arbeiten auf Hochtouren, um weitere Siege in den kommenden Jahren sicherzustellen.“

1,5-Liter-Turbo sorgt für Furore

Das Formel 1-Team von Renault zog im Dezember 1976 in die Werkshallen 20 Kilometer südlich von Paris. Nach nur fünf Monaten präsentierte die Equipe am 10. Mai 1977 in Paris den ersten Formel 1-Boliden der Unternehmensgeschichte. Der RS 01 war eine Sensation, denn als Triebwerk kam ein 1,5-Liter-V6 mit Turboaufladung zum Einsatz. Schöpfer des Triebwerks war Bernard Dudot, heute stellvertretender Direktor des Kompetenzzentrums Viry-Châtillon.

Die „gelbe Teekanne“, so der Spitzname des Renault Renners, griff im Sommer 1977 erstmals ins Renngeschehen ein. Die folgenden anderthalb Jahre nutzte das Team aus Viry-Châtillon, um den Turbomotor standfest zu machen.

Am 1. Oktober 1978 war es so weit: Der RS 01 fuhr beim Grand Prix der USA erstmals in die Punkte. Sein Nachfolgemodell RS 10 erzielte am 1. Juli 1979 den ersten Formel 1-Sieg für Renault. Die Turbo-Technologie hatte sich endgültig etabliert. Bis 1985 produzierte Renault in Viry-Châtillon sowohl das Chassis als auch die Motoren der F1-Boliden.

Mit dem V10 zu sechs Konstrukteurstiteln

Nach zweijähriger Auszeit und dem Ende der Turbo-Ära kehrte der französische Hersteller 1989 als Motorenlieferant für das Williams-Team in die Topliga des Motorsports zurück. Bereits in der ersten Saison verbuchte der neue 3,5-Liter-V10 von Renault zwei Siege.

In den 1990er Jahren entwickelte sich das Triebwerk zum Maß der Dinge. Auch die Hubraumreduzierung auf drei Liter ab 1995 änderte daran nichts: Der Zehnzylinder aus Viry-Châtillon war zwischen 1992 und 1997 mit Williams und Benetton Garant für sechs Konstrukteursweltmeistertitel in Folge und verhalf Nigel Mansell, Alain Prost, Michael Schumacher, Damon Hill und Jacques Villeneuve zum Fahrertitel.

Erfolgreiche Arbeitsteilung

Nach vorübergehendem Rückzug kehrte Renault 2001 in die Formel 1 zurück, zunächst als Motorenlieferant für Benetton und nach Übernahme des Rennstalls ab 2002 als Werksteam mit zwei Kompetenzzentren. Viry-Châtillon ist weiterhin für die Motoren zuständig.

Der Erfolg gibt dieser Arbeitsteilung Recht: 2005 gewann das Renault F1-Team mit dem R25-Chassis und dem RS25-Triebwerk die Fahrer- und Konstrukteurs-WM.

Auch nach der Umstellung des Motorenreglements auf V8-Aggregate mit 2,4 Litern Hubraum entwickelten die Motorenprofis in Viry-Châtillon mit dem RS26 wieder ein Siegeraggregat, das der Werks-Equipe zur zweiten Doppel-WM in Folge verhalf. Heute arbeiten im Motorenzentrum von Renault fast 300 Mitarbeiter an den V8-Triebwerken.

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