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Nicht der olympische Gedanke zählt...

Nach sechs Jahren als Testpilot feiert Alex Wurz 2007 endlich sein Grand-Prix-Comeback – und „dabei sein” ist für den Niederösterreicher nicht alles.

Als Alexander Wurz 1997 für drei Rennen seinen krankheitsbedingt pausierenden Landsmann Gerhard Berger ersetzte, fuhr er sofort auf dem Niveau seines Benetton-Teamkollegen Jean Alesi. Seine starke Performance sicherte dem Österreicher für die folgenden drei Jahre einen Vertrag im Team von Flavio Briatore. Der Rest ist bekannt: Wurz zerstritt sich mit Briatore, es folgten lange Jahre als Testfahrer im McLaren-Team.

Ein Rennen in sechs Jahren

Die Rennpause war mit Sicherheit länger als erwartet. Wurz stand mehrere Male dicht vor einem Rennvertrag, aber erst verhinderte die Verpflichtung von Kimi Räikkönen eine Beförderung bei den Silberpfeilen, später wiederum legte Teamchef Ron Dennis sein Veto ein, als Wurz quasi schon in Diensten des damaligen Jaguar-Teams stand.

So blieb als einzige Rennerfahrung ein starker dritter Platz in Imola 2005 – eine magere Ausbeute in all den Jahren. Doch der Wechsel ins Team von Frank Williams sollte die Dinge ändern.

Neubeginn und Wiedergutmachung

Es ist durchaus verständlich, dass der Wahl-Monegasse jetzt vor Tatendrang sprüht: "Eines ist klar. Nur um dabei zu sein, sind weder ich noch Williams in der Formel 1", verspricht Wurz in einem Interview mit der APA.

Nach einer verkorksten Saison 2006 hat auch das Williams-Team einiges an Wiedergutmachung zu leisten. Arge Zuverlässigkeitsprobleme warfen das Team weit zurück, in England setzt man nun große Hoffnung in den neuen Toyota-Motor, der seine Standfestigkeit bei den vergangenen Tests bereits bewiesen hat.

Keinerlei Motivationsprobleme

An Motivation mangelt es jedenfalls nicht: "Um ein besseres Auto zu bringen, ist harte Arbeit notwendig. Der Wille dazu ist bei jedem einzelnen Mitarbeiter da", unterstreicht Alexander Wurz. "Ob es ein Siegerauto ist oder doch nur Mittelfeld, das entscheiden Design und Aerodynamik. Die wichtigste Phase ist also eigentlich schon vor dem Winter abgeschlossen."

Ob der Wiliams-Toyota FW29 der große Wurf ist, wird spätestens in Melbourne klar werden, wenn Alexander Wurz seinen 54. Grand Prix in Angriff nehmen wird.

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