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FIA beschließt absolute Motoren-Einfrierung ab 2008

Weil es in punkto Motoren-Reglement noch immer keine Einigung gibt, beschloss die Sporthoheit FIA die totale Motoren-Einfrierung ab 2008.

Der Automobilweltverband FIA hat Gespräche mit den Automobilherstellern über einen Kompromiss auf der Suche nach einem neuen Motorenreglement abgebrochen. Die FIA wollte die Motorenentwicklung ab der Saison 2008 komplett einfrieren, die Motorenhersteller wollten zumindest einen bestimmten Teil der Motorenbestandteile weiterentwickeln.

Im Gegenzug hatte die FIA gefordert, dass die Automobilhersteller innerhalb von fünf Jahren 70 Millionen Euro in einen "engine fund" einzahlen, aus dem sich jeder Motorenhersteller bedienen darf, der in Zukunft die unabhängigen Teams mit Triebwerken ausstatten soll. Die 'GPMA' bot jedoch weniger Geld, die FIA wiederum wollte nicht nachgeben.

FIA-Präsident Max Mosley hat die Teams nun in einem Brief am Samstagmorgen darüber informiert, dass die Angelegenheit für ihn als erledigt gilt. Die Teams müssen damit jene Motoren ab der Saison 2008 bis mindestens 2011 einsetzen, die sie am 1. Juni bei der FIA hinterlegt haben. Alle in dieser Saison und in der kommenden Saison vorgenommenen Weiterentwicklungen dürfen nicht genutzt werden.

"Wir befinden uns noch schon 14 Tage hinter der ursprünglichen Frist und da die Motorenausrüster vordringlich Gewissheit brauchen, ist es nun klar, dass wir die Diskussionen über die Motorenregeln beenden und uns komplett darauf konzentrieren müssen, auf das wir uns bereits geeinigt hatten", schreibt Mosley. "Dies bedeutet, dass die 2008 verwendeten Motoren jene sein werden, die am 1. Juni 2006 verwendet wurden." Zudem werden die Motoren auf eine maximale Drehzahl von 19.000 Umdrehungen in der Minute limitiert. Laut Mosley habe aber lediglich ein Hersteller "deutlich höher" gedreht.

Mosley hofft nun, dass die Hersteller zumindest so vernünftig sein werden, sich darauf zu verständigen, schon kommendes Jahr mit den homologierten Motoren zu fahren. Ansonsten würde sich die Situation ergeben, dass man 2007 neue Motoren entwickelt, um dann für 2008 wieder auf den Stand vom 1. Juni 2006 zurückzukehren: "Wir hoffen, dass alle zustimmen, sodass wir diese sinnlose und verschwenderische Entwicklungsarbeit für nur eine Saison vermeiden können."

Doch warum kam es zu keiner Einigung? Angeblich sträubten sich einige Hersteller Geld in einen Fund zu zahlen, aus diesem sich auch Mecachrome bedienen könnte, eine zu Renault gehörende Firma. Die Hersteller wollten angeblich die Garantie, dass das unabhängige Cosworth den Zuschlag erhält. Doch laut Mosley ist eine solche Ausschreibung mit klarem Ausgang nicht mit der EU-Gesetzgebung vereinbar.

"Die Versuche, eine solche Vereinbarung zu erzielen, sind gescheitert, da ein paar 'GPDA'-Mitglieder nicht irgendeinen Motorenausrüster unterstützen wollten, der mit einem anderen Automobilhersteller in Verbindung steht, was man wohl verstehen kann, aber Rechtsanwälte für das Wettbewerbsrecht haben erklärt, dass eine solche Restriktion unrechtmäßig sein könnte", wird Mosley zitiert.

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