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Schumacher wechselte aufs MotoGP-Bike

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister vertraute in Mugello auf die Fahrkünste von Randy Mamola und absolvierte zwei MotoGP-Doppelsitzer-Runden.

Fotos: Ducati Corse

Valentino Rossi sagte seinen Wechsel in die Formel 1 ab, dafür sitzt nun Michael Schumacher auf einem MotoGP-Bike - allerdings nicht als Fahrer: Beim Großen Preis von Italien auf der Ferrari-Strecke in Mugello war der siebenfache Formel-1-Weltmeister am Sonntag Überraschungsgast bei der Motorrad-Weltmeisterschaft.

Randy Mamola chauffierte Schumacher als Sozius zwei Runden lang um den Kurs, den Schumacher aus der Perspektive seines Formel-1-Ferraris nur zu gut kennt. Mamola, selbst 13-facher Motorrad-GP-Sieger, hatte sichtlich Freude daran, das Gas richtig aufzudrehen, bereits zum Auftakt der Zweisitzerfahrt zeigte er einen beeindruckenden Wheelie.

Auf der MotoGP-Ducati, die für die Mitnahme einer zweiten Person verändert wurde, fahren sonst auch viele VIP-Gäste, auf die Mamola sorgsam acht gibt, um sie nicht zu überfordern - darunter an diesem Sonntag die amtierende Miss Italien. Bei Schumacher konnte er seine alte Rennleidenschaft voll ausspielen. Der Deutsche genoss die Testfahrt.

"Das war sehr beeindruckend", erklärte Schumacher, der bei einem Privattest schon selbst eine MotoGP-Ducati lenkte. "Das ist das einzige Wort, das ich im Moment dafür finde. Es war eine sehr spezielle Erfahrung, ganz anders als das, was ich gewohnt bin, sogar anders als das Selbstfahren der Desmosedici im vergangenen Winter."

"Auf einem Motorrad spürt man die Geschwindigkeit mehr, man spürt, wie sich die Maschine hin und her bewegt, das ist anders als im Auto", fuhr er fort. "Da fühlt man sich geschützter. Außerdem weiß man nicht, was passieren wird, wenn man mit jemand anderem fährt. Die Tatsache, dass ich nicht die Kontrolle hatte, machte es noch interessanter."

Ein wenig Angst war während der beiden Runden aber wohl auch im Spiel. "Ich tippte Randy einige Male auf den Rücken, um ihn daran zu erinnern, dass ich in einer Woche noch den Formel-1-Grand-Prix in Silverstone fahren muss", scherzte er. "Ich bin nun selbst ein MotoGP-Bike gefahren und saß auch auf dem Zweisitzer. Das reicht erst einmal, ich plane nicht, ein Motorradrennfahrer zu werden."

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