MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Sie helfen mir nicht!"

"Das Team hilft mir nicht", soll sich Alonso beschwert haben. Sollte Schumacher Weltmeister werden - fährt Räikkönen dann mit der Startnummer 0?

Michael Noir Trawniczek

"Sie helfen mir nicht, denn es geht ihnen in erster Linie um die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft", soll sich Fernando Alonso beschwert haben. Per Saisonende wird der Spanier von seinem derzeitigen Brötchengeber Renault zu dessen Erzkonkurrent McLaren-Mercedes überlaufen - der Transfer wurde bekanntlich bereits im Vorjahr abgewickelt und der Öffentlichkeit mitgeteilt.

Alonso würde als Weltmeister die prestigeträchtigen Startnummern 1 und 2 zu den Chrompfeilen bringen. Der 24jährige soll laut einem spanischen Zeitungsartikel sogar behauptet haben, Renault habe am Sonntag in Shanghai, beim Grand Prix von China, bewusst auf die Plätze zwei und drei hingearbeitet. "Sie wollten nur Zweiter und Dritter werden, die Konstrukteurs-WM steht im Vordergrund. Alles andere interessiert sie nicht, denn als Weltmeister würde ich die Nummer eins in ein anderes Team mitnehmen", wird Alonso in dem Bericht zitiert.

In Spanien schäumen die Blätter. Die Marca sieht den "Feind im eigenen Lager", AS titelt unverhohlen: "Renault verhindert Alonso-Sieg!" Tatsächlich passierte bei Alonsos Boxenstopp ein Malheur, als eine Radmutter klemmte - zudem waren die neuen Intermediates-Vorderreifen ein Fehlgriff, sie waren Auslöser des Schwächeanfalls im zweiten Stint.

Aber auch prinzipiell ist Alonso mit seinen Reifen unzufrieden - so ermahnte er Gummigigant Michelin über die Medien: "Ich hoffe, dass sie uns bei den nächsten Rennen bessere Reifen liefern."

Eis-0?

Sollte sich Michael Schumacher tatsächlich in seinem Abschiedsjahr noch einmal zum Champion krönen, würden laut Reglement die Startnummern 1 und 2 der Scuderia Ferrari zustehen. Für den Fall, dass der amtierende Weltmeister nicht mehr antreten sollte, wird die Nummer 1 nicht vergeben.

Zuletzt war dies in den Jahren 1993 und 1994 der Fall, als Nigel Mansell und Alain Prost jeweils als Weltmeister abtraten. Beide fuhren bei Williams, in beiden Jahren war Damon Hill der Nachfolger im Auto, der Brite fuhr mit der ungewöhnlichen Startnummer 0. Gemäß dieser Praxis müssten also entweder Kimi Räikkönen oder Felipe Massa mit der 0 antreten. Eine in schillerndem Eis-Blau gehaltene 0 auf der roten Nase des Räikkönen-Ferrari könnte an den Kult rund um die rote 5 von Nigel Mansell anschließen...

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die Racing Bulls zeigen in Detroit ihr neues Design für 2026: Zu dem bisherigen Weiß kommen blaue Flächen als Anspielung auf Motorenpartner Ford

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Überarbeitetes Markenlogo

Honda präsentiert neue Power-Unit RA626H

Honda hat am Dienstag bei einer Präsentation in Tokio die neue Power-Unit für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt: Welchen Namen die Antriebseinheit tragen wird