WRC Safari-Rallye: Nach Tag 1 (SP2) | 12.03.2026
Fünffachspitze für Toyota
Angeführt von Oliver Solberg liegen nach zwei von 20 Wertungsprüfungen in Kenia fünf Toyota-Fahrer in den Top 5 - Hyundai führt das Verfolgerfeld an
In Kenia wurde am Donnerstag der offizielle Fahrbetrieb bei der Safari-Rallye, dem dritten Saisonlauf 2026 der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), eröffnet. Auf dem Programm standen am ersten der vier Tage zwei Wertungsprüfungen (WPs), wobei WP1 mit 24,3 Kilometern gleich eine der längsten Prüfungen der gesamten Rallye war. Zu allem Überfluss war diese Prüfung von Regenfällen gekennzeichnet.
Die Bestzeit auf WP1 ging bei den kniffligen Bedingungen an Toyota-Pilot Oliver Solberg, der beim Saisonauftakt in Monte Carlo triumphiert hatte. Beim Auftakt der "Safari" hatte Solberg das Glück, den stärksten Regenfällen zu entkommen.
Auf den 24,3 Kilometern war Solberg satte 30 Sekunden schneller als sein Teamkollege, WRC-Tabellenführer Elfyn Evans, der in Schweden gewonnen hatte. Im Ziel der Prüfung sprach aber auch Solberg von "verrückt schwierigen" Bedingungen.
Auf WP2, einer mit gerade mal 8,9 Kilometern deutlich kürzeren Prüfung, war es trocken. Die Bestzeit ging an einen anderen Toyota-Piloten, nämlich Sebastien Ogier.
Ogier war 4,2 Sekunden schneller als Solberg, der noch von zwei weiteren Toyota-Fahrern übertrumpft wurde: Takamoto Katsuta und auch Sami Pajari im WRC2-Auto. Solberg war aber auch auf WP2 wieder schneller als Evans. In diesem Fall betrug der Zeitunterschied zwischen den beiden bisherigen Saisonsiegern 3,3 Sekunden.
Das bedeutet, dass Oliver Solberg nach dem ersten Tag in Kenia mit 33,3 Sekunden Vorsprung auf Elfyn Evans in Führung liegt. Dritter ist Sebastien Ogier mit bereits mehr als einer Minute Rückstand, gefolgt von Takamoto Katsuta und Sami Pajari. Das wiederum heißt nichts anderes als dass Toyota nach dem Donnerstag die Top 5 im Klassement der Safari-Rallye komplett für sich beansprucht.
Als Speerspitze von Hyundai rangiert Thierry Neuville derzeit an sechster Stelle, direkt gefolgt vom bestplatzierten Fahrer von M-Sport-Ford, nämlich Jon Armstrong. Im Hyundai-Lager hatten auf WP2 alle drei Werksfahrer - Thierry Neuville, Adrien Fourmaux, Esapekka Lappi - mit drohender Überhitzung des Motors ihres i20 N zu kämpfen.
Am Freitag stehen bei der Safari-Rallye acht Wertungsprüfungen auf dem Programm. Bis zum Zieleinlauf am Sonntag umfasst der dritte Saisonlauf insgesamt 20 WPs, wobei die Powerstage wie gewohnt den Abschluss bildet.



















