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Formel 1: Kommentar

Darf die F1 nicht mehr gefährlich sein?

Einige Piloten wollen bei Bedingungen wie in Fuji nicht mehr fahren. War der Fuji-GP regelkonform? Soll man gar nicht mehr im Regen fahren?

Michael Noir Trawniczek, noir@motorline.cc

Liebe motorline.cc-LeserInnen,

eine Zeit lang habe ich hin und her überlegt, denn es ist ein heikles Thema - es geht um das Regenrennen in Fuji und die Aussagen einiger Piloten, man hätte dort abbrechen müssen - wobei nicht alle der Meinung waren, Fernando Alonso beispielsweise fand die Bedingungen regelkonform. Meiner Meinung nach hätte man nicht abbrechen müssen, da es schon immer Regenrennen in der Formel 1 gab - andererseits möchte man die Piloten nicht unnötig oder über Gebühr gefährden und man möchte auch nicht ungerecht sein - und schließlich sitzen sie, die Piloten in den Autos...

Jetzt hat einer, der ebenfalls in diesen Autos gesessen ist, der mehr als 200 Grand Prix bestritten hat, die gleiche Meinung geäußert. Gerhard Berger erklärte in einem Premiere-Interview auf die Frage, ob man künftig bei Bedingungen wie in Fuji nicht mehr fahren solle: "Das war einfach ein Regenrennen. Wenn wir so etwas jetzt irgendwann sagen, dann müsste die Formel 1 entscheiden, dass sie bei Regen überhaupt nicht mehr fährt. Solche Regenrennen hat es immer schon gegeben - ich erinnere mich in meiner Karriere an unzählige davon."

Berger erinnerte auch daran, dass es in seiner Zeit noch weitaus weniger Sicherheitseinrichtungen in der Formel 1 gab: "Natürlich ist Regen immer etwas Gefährliches, darüber brauchen wir gar nicht zu reden, aber bei den heutigen Auslaufzonen im Vergleich zu früheren Jahren ist es sicherlich zu rechtfertigen. Sonst müsste man grundsätzlich sagen, man fährt im Regen nicht mehr."

Nur: Was wäre das für ein Signal - wenn die angeblich weltbesten Automobillenker im Regen in der Garage bleiben? Nein, nein - der Beruf Rennfahrer ist gefährlich - er ist es zum Teil auch heute noch. Weil es eben so ist, wenn man mit 300 km/h durch die Gegend fährt - es wird immer eine Restgefahr bestehen, vor allem im Regen - aber bitte: Wem das zu gefährlich ist, der kann immer noch einen anderen Beruf wählen. Regenrennen sind das Salz in der Suppe und es wäre eine Blamage für die Formel 1, wenn man im Regen nicht mehr fahren würde,

findet Ihr
Michael Noir Trawniczek

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