MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Neuer Unterboden soll Überholen erleichtern

Die Formel 1-Teams wollen einen neuen Unterboden zum Einsatz bringen, der schon ab der kommenden Saison das Überholen erleichtern soll.

Dass der ehemalige Chefdesigner und heutige Berater von Ferrari, Rory Byrne, beim Großen Preis von Ungarn am Hungaroring anzutreffen war, war kein Zufall. Der Südafrikaner ist zusammen mit Renault-Chefingenieur Pat Symonds und McLarens Chefingenieur Paddy Lowe Mitglied der so genannten "Overtaking Working Group".

Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Konzepts, mit dem man durch Eingriffe in das Reglement dafür sorgen will, dass in Zukunft in der Formel 1 wieder einfacher überholt werden kann.

Wie unsere Kollegen von Autosport berichten, stehen die Teams nun kurz davor, einem neuen Vorschlag zuzustimmen, nachdem der zweigeteilte 'CDG'-Flügel, der gemeinsam vom Automobilweltverband FIA und Technikpartner 'AMD' entwickelt worden war, nach Untersuchungen der Teams als nicht zielführend beurteilt wurde.

Nach ausgiebigen Windkanaltests im Juni und Juli soll am Hungaroring ein erstes Element abgenommen worden sein. Eine neue Konstruktion des Diffusors soll das Überholen erleichtern und könnte schon ab dem kommenden Jahr eingesetzt werden.

Nun will sich die Arbeitsgruppe an die Entwicklung eines neuen Heckflügel-Konzepts machen und muss sich dabei mit der schwierigen Anforderung auseinander setzen, dass dieser nicht nur Abtrieb generieren muss, sondern auch das Hinterherfahren erleichtern soll.

Möglicherweise wird man aus diesem Grund tatsächlich wie im letzten Reglementvorschlag angedacht auf einen beweglichen Frontflügel zurückgreifen, der beim Hinterherfahren steiler gestellt werden kann. Allerdings graut es vielen Experten vor beweglichen Aerodynamikteilen, denn eine Fehlfunktion könnte böse Folgen haben, da ein Auto unkontrollierbar von der Strecke untersteuern könnte.

Daneben beschäftigt sich die Arbeitsgruppe auch mit anderen Modifikationen am Aerodynamik-Reglement, das Bauteile wie Flaps, "Kamine" und Windabweiser betrifft. Diese sollen erst 2010, bei erfolgreichen Tests möglicherwiese bereits 2009 eingeführt werden.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?

F1 vor Rückkehr nach Afrika

Deal für Ruanda kurz vor Abschluss

Die Anzeichen dafür, dass die Formel 1 2030 einen Grand Prix in Ruanda austragen wird, verdichten sich - WurzDesign plant Rennstrecke in der Nähe von Kigali

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt