MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Problematische Standardelektronik - Briatore führt "Widerstandsbewegung" an

Immer mehr Teams erklären ihren Unmut bezüglich der für 2008 vorgeschriebenen einheitlichen Steuerelektronik. Diese sei nämlich fehlerhaft...

Die Front gegen die Standard-Elektronik, für die die Teams einst gestimmt hatten, und die ab der kommenden Saison Vorschrift ist, wird breiter. Als erster Teamchef hatte Flavio Briatore öffentlich erklärt, dass er gegen die Verwendung der von der McLaren-Tochter McLaren Electronic Systems und Microsoft in einem Jointventure entwickelten Elektronik-Einheit Protest einlegen möchte.

Einige Teams wollen den Automobilweltverband FIA nun offenbar dazu ermutigen, die Einführung der "Standard Electronic Control Unit" (ECU) noch einmal zu überdenken. Einige der Teams haben die ECU bei Testfahrten vor der Sommerpause ausprobiert und dabei einige Probleme zu vermelden gehabt. Anschließend haben sie gegenüber der FIA ihre Bedenken kundgetan.

Berichten unsere Kollegen von Autosport zu Folge sollen die Teams am Samstagmorgen bei einem Treffen auf dieses Thema eingegangen sein. Während einige Teams Probleme haben, ihren Motor an die Elektronik anzupassen, soll es anderen Rennställen erst gar nicht gelungen sein, ihr Triebwerk mit der ECU zum Leben zu erwecken.

Ferrari soll vermeldet haben, dass man mit der Verwendung der Standard-Elektronik sogar ein Sicherheitsrisiko verbindet: "Wir hatten Probleme mit der Sicherheit, die wir der FIA dargelegt haben", wird Motoren-Chef Gilles Simon zitiert. Man arbeite im Moment zwar daran, das System zum Laufen zu bekommen, aber "wir können natürlich mit den Fahrern kein Risiko eingehen".

Auch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen hat zugegeben, dass man bei der Verwendung der ECU mit den eigenen Achtzylinder-Motoren auf Probleme gestoßen ist. Dem Automobilweltverband habe man bereits die notwendigen Informationen über die eigenen Versuche zur Verfügung gestellt: "Es würde beträchtliche Arbeit an der Software erfordern, wenn wir das bis zu den Winter-Tests auf die Reihe bekommen wollen."

Es gibt jedoch auch Teams, die weiterhin positiv über die Standard-Elektronik denken, so zum Beispiel Honda. Teamchef Nick Fry teilt die Sicherheitsbedenken der Konkurrenz nicht und ist der Meinung, dass jeder mit der Vorgabe des Reglements leben müsse, die einst aus gutem Grund - unter anderem zur Kosteneinsparung aber auch zur kontrollierten Abschaffung der Traktionskontrolle - eingeführt worden war.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

Kimi Räikkönens Sohn Robin wird Red-Bull-Junior - Über den Nachwuchs der Bullen schafften es bereits Fahrer wie Max Verstappen oder Sebastian Vettel in die Formel 1

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

"Rechtliche Mittel ausschöpfen"

Ukraine verschärft Einspruch gegen Russland

Der ukrainische Verband FAU hat seine Beschwerde gegen Russland verschärft und das Berufungsgericht der FIA eingeschaltet: Man will "rechtliche Mittel ausschöpfen"