MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Das Sparefrohzeitalter beginnt

Am Dienstag begibt sich die Formel 1 in ein neues Testzeitalter - acht kollektive Testfahrten sind angesagt, pro Team nur ein Auto.

Erst ab der Formel-1-Saison 2008 plant der Automobilweltverband FIA, per Reglement auch die Testfahrten der Teams zu kontrollieren, um Gleichberechtigung zu schaffen und gleichzeitig die enormen Kosten zu reduzieren. Aber schon in diesem Jahr wird man die Ausgaben für Testfahrten weiter senken - erneut auf freiwilliger Basis.

30.000 Testkilometer und 300 Reifensätze

Bereits Anfang Oktober 2006 einigten sich die Teams auf ein freiwilliges Testabkommen, das unter anderem vorsieht, dass während des Kalenderjahres maximal 30.000 Testkilometer gestattet sind. Hierfür dürfen zudem nicht mehr als 300 Reifensätze verwendet werden - ein Punkt, der natürlich Bridgestone sehr wichtig war.

Kollektiv- statt Einzeltests

Die Teams testen zudem häufiger zusammen auf einer Strecke, dadurch sinken die Kosten, weil sich die Mannschaften die Streckenmiete teilen können. Es ist zudem nicht erlaubt, je Team mehr als ein Auto einzusetzen. Aber auch für Reifenausrüster Bridgestone ist dies ein Vorteil, kann er doch die Logistikkosten reduzieren, da man die Partner an weniger Strecken mit Reifen und Personal ausrüsten muss.

Nur acht Mal werden sich die Formel-1-Teams im Verlauf der Saison jeweils zu drei aufeinander folgenden Testtagen treffen. Nach dem Ende der Saison folgen bis zum Jahreswechsel zwei weitere offizielle Tests, ebenfalls bestehend aus drei Testtagen.

Den Auftakt macht Sepang

Los geht es am Dienstag mit dem ersten Kollektiv-Test in Sepang, an dem bis auf Spyker alle Teams teilnehmen werden. Bereits am Freitag kam die Ausrüstung der Teams vom Saisonauftakt in Melbourne in Malaysia an, wo in der kommenden Woche der zweite WM-Lauf stattfinden wird. Damit spart man gleich doppelt - die Reise nach Malaysia muss man sowieso machen und man verwendet das Rennteam, um die Tests durchzuführen.

Insgesamt werden 600 Tonnen an Material von Melbourne nach Sepang geflogen, hierzu sind sechs Fracht-Flugzeuge notwendig, von denen das letzte am Dienstag erwartet wird. In diesem Flieger wird die Ausrüstung für die TV-Übertragung transportiert. Eine noch größere logistische Herausforderung wartet auf die Beteiligten nach dem Rennen am 8. April - nur eine Woche später findet in Bahrain das nächste Rennen statt.

Ausnahmen

Möchte ein Team einen offiziellen Test nicht nutzen, kann es alternativ auf der von ihm festgelegten "Heimstrecke" testen, muss dann jedoch auf Mitarbeiter und Support von Bridgestone verzichten. Diese Heimstrecken sind zum Beispiel Silverstone für die britischen Teams und Fiorano für Ferrari.

Zudem war es jedem Team gestattet, vor der Saison einen privaten dreitägigen Test durchzuführen, um zum Beispiel der Presse das neue Auto vorzustellen oder Filmaufnahmen durchzuführen. Für PR- oder Demonstrationsfahrten darf Bridgestone den Teams ebenfalls Reifen zur Verfügung stellen, diese dürfen jedoch von keiner aktuellen Spezifikation sein.

Aerodnamik-Tests

Hinzu kommen zwölf Testtage, die dazu verwendet werden dürfen, auf einer Geraden Aerodynamik-Tests durchzuführen. Nichts hat sich an der Regelung der so genannten Funktionstests geändert - vor jedem Rennen darf ein Team 50 Testkilometer abspulen. Was bisher aber nur Ferrari und wenige britische Teams in Silverstone nutzten.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel-1-Testfahrten: Sepang

- special features -

Weitere Artikel:

Rallycross Wachauring: Bericht

Harte Zweikämpfe

Mit hochklassigen Rennen ging das AV-NÖ Rallycross von Melk über die Bühne. Dank der harten internationalen Konkurrenz der FIA Zentraleuropa-Meisterschaft hatten es die Österreicher schwer, Gerald Woldrich holte dennoch einen umjubelten Heimsieg.

Ferrari-Sonderlackierung

"Blauer" Ferrari in Miami

Ferrari setzt in Miami erneut auf eine Sonderlackierung - Wie auch schon im Vorjahr handelt es sich aber nur um neue Farbakzente, Rot bleibt die dominierende Farbe

Zwischen Fortschritt und Nostalgie

Die V10-Debatte aus Fahrersicht

Die Gespräche über eine Rückkehr der Formel 1 zu V10-Motoren ebben nicht ab - Für einige Fahrer geht es dabei vor allem um leichtere und agilere Rennwagen

Rechbergrennen: Bericht

Der Rechberg lebt…und bebt

Der Rechberg lebt…und bebt…auch bei der 51. Auflage. Kevin Petit und Reto Meisel sind die Dominatoren des Berg-Klassikers. Christoph Lampert bester Österreicher. Neuer Streckenrekord und Höchstleistungen im Almenland.

Ferrari-Zirkus in Miami

Positionschaos statt Angriff nach vorn

Ferrari hat in der Formel 1 wieder einmal die Lacher auf seiner Seite - Statt Kimi Antonelli anzugreifen, wird über die teaminterne Reihenfolge debattiert