MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

24 nationale Automobilklubs verlangen den Rücktritt

Es wird enger für Max Mosley. 24 Automobilklubs fordern in einem Brief seinen sofortigen Rücktritt als FIA-Präsident, darunter auch der ÖAMTC.

Max Mosley hat Anfang Mai einen Kompromiss abgelehnt, der vorgesehen hätte, dass er noch bis November 2008 mit Unterstützung des World Councils für Motorisierung und Tourismus (WMTC) im Amt geblieben, dann aber zurückgetreten wäre. Der umstrittene FIA-Präsident ist dieser offiziell von seinem Stellvertreter Franco Lucchesi vorgebrachten Bitte aber nicht nachgekommen.

Anschließend an die Briefe der vergangenen Tage liegt nun ein weiteres Schreiben von insgesamt 24 FIA-Mitgliedsklubs vor, die Mosleys Rücktritt fordern. Unterschrieben haben unter anderem die AAA (USA), der ÖAMTC (Österreich), der ADAC (Deutschland), die FFSA (Frankreich) und der TCS (Schweiz). Die 24 Klubs repräsentieren 86 Prozent aller FIA-Mitglieder oder 100 Millionen Autofahrer.

86 Prozent aller FIA-Mitglieder bezieht sich freilich auf der Anzahl der Autofahrer, die durch die 24 Klubs repräsentiert werden, und nicht auf die Stimmberechtigten bei der Vertrauensabstimmung am 3. Juni in Paris. Dort werden alle 222 FIA-Mitgliedsklubs über die Zukunft von Mosley entscheiden. Das heute publik gewordene Schreiben zeigt jedoch deutlich auf, dass es innerhalb der FIA eine starke Bewegung gibt, die den Rücktritt von Mosley wünscht.

Darin heißt es: "Wir bedauern zutiefst, dass Sie den Vorschlag der Mitglieder des WMTC abgelehnt haben, bei der Generalversammlung im November zurückzutreten. Dies wäre eine konstruktive Art und Weise, einen ordnungsgemäßen Übergang zu schaffen und die gegenwärtige Krise zu bereinigen. Stattdessen legt Ihre Absicht, die Amtszeit bis Ende 2009 zu erfüllen (...), den Verdacht nahe, dass persönliche Interessen vor jene der FIA und ihrer Mitgliedsklubs gestellt werden."

Die Unterschreibenden halten außerdem fest, dass sie Mosleys in dessen erstem Brief festgehaltenen Bedenken wegen eines Machtkampfes um die Kontrolle der Formel 1 nicht nachvollziehen können, weil Bernie Ecclestone in einem weiteren Brief ausdrücklich festgehalten hat, dass er und die Investmentgesellschaft CVC ausschließlich an der kommerziellen Seite der Königsklasse des Motorsports interessiert sind.

Abschließend steht geschrieben: "Wir glauben, dass der einzig richtige Schritt für die FIA und für Sie selbst wäre, einen ordnungsgemäßen Übergang einzuleiten und sofort zurückzutreten. Die FIA befindet sich in einer kritischen Situation. Ihr Image, ihre Reputation und ihre Glaubwürdigkeit werden gerade ernsthaft zerfressen. Jeder weitere Tag in dieser Situation vergrößert den Schaden. Es gibt keinen Weg zurück."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

ARBÖ Rallycross Greinbach: Bericht

Spektakuläres Highlight beim ARBÖ Rallycross

Volle Zuschauerränge, 120 Starter aus 7 Ländern machten das ARBÖ Rallycross Festival 2026 zu einem Motorsport Großevent am vergangenen Wochenende im PS Racing Center Greinbach mit viel Action und Spannung.

Berufung gegen Monaco-Ergebnis

Verliert Gasly sein Monaco-Podium?

Seit gestern findet die Berufungsverhandlung gegen das Monaco-Ergebnis statt: McLaren kämpft für Fairness und Integrität - und eigene Interessen

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus

"Rechtliche Mittel ausschöpfen"

Ukraine verschärft Einspruch gegen Russland

Der ukrainische Verband FAU hat seine Beschwerde gegen Russland verschärft und das Berufungsgericht der FIA eingeschaltet: Man will "rechtliche Mittel ausschöpfen"