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Räikkönen mit Motivationsproblemen

Nach einer durchwachsenen Saison erklärt Ex-Weltmeister Räikkönen seine Motivationsprobleme und ist sich sicher, dass er 2009 stark sein wird.

Im Vergleich zu 2007 war Kimi Räikkönen in der abgelaufenen Saison phasenweise ein Schatten seiner selbst. Viele Fachleute hatten den Titelträger des Vorjahres als klaren Favoriten ausgemacht, doch der Finne konnte diesen Erwartungen nur vergleichsweise selten gerecht werden. Probleme mit dem F2008, Sorgen mit den Reifentemperaturen und ein stark auftrumpfender Teamkollege Felipe Massa brachten Räikkönen schnell ins Hintertreffen.

Schon zur Halbzeit der Saison kamen Gerüchte auf, wonach sich der Ex-Champion aus Mangel an Motivation aus der Formel 1 zurückziehen werde, doch mit der Vertragsverlängerung bei Ferrari machte man mit diesen Spekulationen kurzen Prozess. "Man weiß doch wie das ist, wenn man einfach nur um den dritten Platz kämpft und eigentlich nichts mehr ausrichten kann", beschrieb Räikkönen dem finnischen Sender MTV3, "dann fährst du nicht das gesamte Rennen mit solch schnellem Tempo wie sonst."

"Wenn du um Positionen kämpfst, dann gibst du natürlich wieder alles, wie ich in Brasilien. Aber wenn du mal keine Aussichten auf Überholchancen oder ähnliches hast, ist das nicht allzu interessant", gab der Ferrari-Star seine Schwierigkeiten mit der Motivation offen zu. "Wenn man um den Titel fährt, ist das alles natürlich grundlegend anders. Ich bin sicher, dass wir im kommenden Jahr wieder stark sein werden. Wir müssen es versuchen und uns verbessern."

Die Kampfansage des Finnen kommt beim Team gut an. Ohnehin hat man die Qualitäten des Champions von 2007 nie in Frage gestellt. "Die Saison war hart für ihn und die Kritik wurde immer lauter", so Ferrari-Sprecher Luca Colajanni auf MTV3. "Wir wussten schon, dass es sich so entwickeln würde. Das ist in solchen Fällen immer so", beschrieb der Italiener das Krisenmanagement im Falle Räikkönen. "Auch wenn er mal schlechte Laune hatte, war er immer professionell."

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