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Wie weit ist der Geheimdienst involviert?

Am Wochenende berichtete eine britische Zeitung, dass die Ehefrau einer MI5-Agenten jene Prostituierte gewesen sein soll, die das Video filmte...

Die als seriös geltende Sunday Times aus London berichtete am Wochenende, dass das fragliche Mosley-Video ausgerechnet von der Ehefrau eines Agenten des britischen Geheimdienstes MI5 an die Boulevardzeitschrift News of the World verkauft wurde, die den Skandal mit ihrer Veröffentlichung vom 30. März ins Rollen gebracht hat. Bei der Frau soll es sich um eine der fünf Prostituierten handeln, die an der Sexorgie in London teilgenommen haben.

Die Sunday Times behauptet weiter, dass der Agent inzwischen seinen Hut nehmen musste, weil durch die Tätigkeit seiner Frau Erpressungsgefahr bestehe. MI5 bestätigte die Teilnahme einer Agentenfrau an der Mosley-Orgie und dass der Agent entlassen wurde, bestritt aber jede Beteiligung an der vermuteten Überwachung des FIA-Präsidenten: "Jeder Verdacht, dass der Geheimdienst an einer Falle für Mosley beteiligt gewesen sein könnte, ist totaler Unsinn."

Für Mosley ist diese Meldung natürlich Wasser auf die Mühlen seiner Bemühungen, das Amt des FIA-Präsidenten zumindest noch bis zur nächsten Wahl im Oktober 2009 zu verteidigen. Bereits vor einiger Zeit hatte er nämlich angedeutet, dass er das Opfer einer Verschwörung sei - er habe Hinweise erhalten, dass er gezielt überwacht wurde. Auch wenn MI5 jede Beteiligung abstreitet, ist nun zumindest die Optik schief, was Mosley entgegenkommen dürfte.

Interessant in diesem Zusammenhang: Mosleys faschistischer Vater Oswald, sozusagen der britische Adolf Hitler des 20. Jahrhunderts, wurde seinerzeit durch MI5 beschattet, indem Agenten in seine British Union of Fascists eingeschleust wurden. Die Hinweise, die MI5 daraufhin lieferte, führten 1940 zur Verhaftung von Mosley Sr. Auch Sohn Max, der heutige Chef des Automobilweltverbandes, gehörte eine Zeit lang der faschistischen Unionsbewegung in Großbritannien an.

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