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„Ein absoluter Riesen-Blödsinn!“

Niki Lauda sieht in der aktuellen Situation einen „Totalschaden für die Formel 1“ – 2010 könnten dann zwei Rennserien um die Gunst der Fans buhlen…

Unmittelbar vor dem Trainingsauftakt zum Grand Prix von Großbritannien ließ die Teamvereinigung FOTA die Bombe platzen: Die acht in der FOTA verbliebenen Rennställe wollen sich ab 2010 in einer eigenen Rennserie engagieren und der Formel 1 den Rücken kehren. Dadurch würde die Formel 1 von Max Mosley und Bernie Ecclestone auf einen Schlag den Großteil ihres Starterfeldes - und nicht zuletzt auch viele Traditionsteams und große Namen um Ferrari, McLaren und Renault - verlieren.

Der frühere Rennfahrer Niki Lauda ist entsetzt darüber, was derzeit in der Formel 1 vor sich geht. "Das ist ein absoluter Riesenblödsinn, der da gerade passiert", wird der Österreicher von N-TV zitiert. "Im Moment sehe ich einen Totalschaden der Königsklasse" - sollte es wirklich zur Abspaltung der acht FOTA-Teams kommen, so könnten 2010 zwei konkurrierende Formelserien um die Gunst der Rennfans buhlen.

Für Lauda ist vollkommen klar, wer an diesem Dilemma die Schuld trägt: "Die FIA war nicht gesprächsbereit", erläuterte der Weltmeister von 1975, 1977 und 1984. "Im Endeffekt wollen aber alle das Gleiche - auch die Teams müssen sparen. Man stolpert aber im Detail und kann sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen", fasste Lauda die politischen Geschehnisse in der Formel 1 zusammen.

Doch noch wollte Lauda nicht alles rabenschwarz sehen und hofft darauf, dass die Teams an den Verhandlungstisch mit FIA-Präsident Max Mosley zurückkehren. "Meine Hoffnung ist, dass das Säbelrasseln der Teams dazu führt, dass man mit Mosley einen Kompromiss findet. Klar ist: Die FIA und Mosley können die Teams nicht so einfach mit ihren Ideen überfahren", meinte Lauda. "Jetzt ist Mosley am Zug."

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