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Änderungen beim Motorenreglement

Das Motorenreglement für 2009 wird von der FIA leicht verändert; jeder Fahrer hat pro Weltmeisterschaft acht Motoren zur Verfügung.

Sie glauben, dass jeder Formel-1-Fahrer statt wie bisher zwei nun drei Rennen mit einem Motor auskommen muss? Falsch gedacht! Denn weniger als drei Monate vor Beginn der Saison 2009 hat die FIA das Reglement noch einmal geringfügig verändert - was bei den Teams für Verwirrung sorgt.

Im vergangenen Jahr wurde beschlossen, dass die Mindestlebensdauer der Motoren von zwei auf drei Rennwochenenden verlängert wird - aus Kostengründen. Im Gegenzug wurde die Maximaldrehzahl von 19.000 auf 18.000 Touren reduziert. Wer den Motor schon vor dem Ende eines Zyklus' wechseln muss, der startet im nächsten Rennen um zehn Plätze weiter hinten - so die Theorie. Doch nun scheint eine neue Regel zu gelten.

Eigentlich alles klar, oder?

In Artikel 28.4.a) des Sportlichen Reglements ist nämlich keine Rede mehr von drei Rennwochenenden, sondern nur noch von maximal acht Motoren für die gesamte Saison. Wörtlich heißt es darin: "Jeder Fahrer darf pro Weltmeisterschaft nicht mehr als acht Motoren verwenden. Sollte ein Fahrer mehr als acht Motoren verwenden, wird er in der Startaufstellung eines jeden Rennens, in dem ein neuer Motor verwendet wird, um zehn Plätze zurückversetzt."

Das wirft Fragen auf: "Wirst du einmal bestraft, wenn du deinen neunten Motor verwendest, oder bei jedem einzelnen Rennen mit dem neunten Motor? Logisch wäre, dass du nur einmal bestraft wirst, aber das ist im Reglement im Moment nicht explizit definiert", findet beispielsweise McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. Dabei sagt die Regel eigentlich glasklar: Nur wenn ein neuer Motor eingebaut wird, gibt es eine Strafe.

Doch Whitmarsh beschäftigen auch noch andere Dinge: "Bisher galt die Motorenlebensdauer nur für Samstag und Sonntag, jetzt aber für die gesamte Rennveranstaltung - und die beinhaltet auch den Freitag. Wir haben also zwischen den Rennen keine Tests mehr, wir müssen die Motoren schonen, um mit acht auszukommen, aber wir sollen trotzdem am Freitag testen. Das ist eine ziemlich interessante Herausforderung, nicht wahr?"

Was passiert bei einem Fahrerwechsel?

Kritik übt der Nachfolger von Ron Dennis auch an der offenen Frage, was passiert, wenn ein Fahrer während der Saison gewechselt wird. Dabei gibt das Reglement auch hier eine klare Antwort: Artikel 28.4.b) besagt, dass ein Fahrerwechsel "ignoriert" wird - sprich: Sollte beispielsweise Pedro de la Rosa für Lewis Hamilton einspringen, würde der Ersatzmann einfach den Motor beziehungsweise die bisherige Sequenz des Stammfahrers übernehmen.

Überhaupt ist die Diskussion eigentlich überflüssig, denn wenn jedes Team darauf eingerichtet ist, dass die Motoren drei Rennen halten müssen, könnten sie mit acht Aggregaten theoretisch 24 Mal antreten. Die Saison 2009 umfasst gerade mal 17 Rennwochenenden. Interessant ist an der neuen Formulierung jedoch, dass die Strafversetzungen wegen eines Motorenwechsels wenn überhaupt, dann erst sehr spät in der Saison stattfinden werden...

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