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Darabos findet Ecclestone-Aussagen „unerträglich“

Sportminister Norbert Darabos möchte das im Jahr 2000 an Bernie Ecclestone verliehene Große Goldene Ehrenzeichen wieder aberkennen.

Bernie Ecclestone hat sich für seine umstrittenen Aussagen über Adolf Hitler und politische Diktaturen zwar entschuldigt, doch die Empörung hält an.

Im Jahr 2000 wurde dem Formel-1-Promoter das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen, eine der höchsten Anerkennungen, die die Republik überhaupt vergeben kann. Die konservative Regierung um den damaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel versprach sich davon einen gut gelaunten Ecclestone bei den Vertragsverhandlungen für den A1-Ring, wo trotzdem im Jahr 2003 zum letzten Mal ein Grand Prix gefahren wurde.

Sportminister Norbert Darabos findet es "höchst problematisch, dass jemand in einer derart wichtigen Position Diktaturen verherrlicht", wie er dem Standard sagte. Er könne Ecclestone nicht vorschreiben, was er zu sagen hat, doch solche Aussagen finde er "unerträglich".

Jetzt setzt sich Darabos von der sozialdemokratischen SPÖ dafür ein, Ecclestone das Große Goldene Ehrenzeichen wieder wegzunehmen: "Ich tendiere dazu, in einem solchen Fall das Ehrenzeichen abzuerkennen", erklärte er. "Es ist freilich die Frage, ob das möglich ist. Ein Ehrenzeichen abzuerkennen, wäre gegen die geübte Praxis - wobei ich mich sehr dafür einsetzen werde, von der geübten Praxis abzugehen."

Indes zeigte sich auch die Investmentgesellschaft CVC, in deren Auftrag Ecclestone als Geschäftsführer des Formel-1-Imperiums arbeitet, "schockiert" über das Interview vom vergangenen Wochenende. CVC ließ in einer Stellungnahme ausrichten: "Wir schließen uns der uneingeschränkten Entschuldigung, die Herr Ecclestone gestern ausgesendet hat, an." Der Hintergrund: CVC investiert auch für zahlreiche jüdische Fonds...

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